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Dahmer, H. (1972). Wilhelm Reichs Stellung zu Freud und Marx. Psyche – Z Psychoanal., 26(3):208-247.

(1972). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(3):208-247

Wilhelm Reichs Stellung zu Freud und Marx

Helmut Dahmer

Wilhelm Reichs Charakteranalyse (1953) gehört zu den klassischen Schriften der psychoanalytischen Literatur. Die antiautoritäre Protestbewegung der zweiten Hälfte der sechziger Jahre hat in ihm einen ihrer Ideologen entdeckt und seinen Thesen zu ungeahnter Popularität verholfen. Ausschlaggebend für diese Renaissance waren Reichs Konzept der „Sexualökonomie“, seine Forderung nach einer Politisierung des Privatlebens, sein sexualpolitisches Programm, seine Kritik der stalinistischen Propaganda (vor 1933), sein Hinweis auf das (sozialpsychologische) faschistische Potential der Mittelschichten und schließlich seine Gleichsetzung von Repression mit „Faschismus“. — Dahmer charakterisiert Reich (im Hinblick auf die eigentümliche Verbindung von revolutionärer Absicht und Natur-Idolatrie) als späten Nachfahr der von Marx kritisierten sog. „wahren Sozialisten“ und bestimmt die Differenz zwischen Sozialökonomie (bzw. „Orgonomie“) einerseits und historischem Materialismus und Psychoanalyse, auf die Reich sich beruft, andererseits. Die zutage tretenden entscheidenden Unterschiede zwischen den beiden großen kritischen Theorien und den Reichschen Auffassungen (Anthropologie; Dialektik und Arbeit; Triebtheorie, Genitalität, Therapie) nötigen zu einer (hier thesenförmig gegebenen) Bestimmung des Verhältnisses von Psychoanalyse und Gesellschaftstheorie jenseits naturalistischer Verkürzungen.

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