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Jones, E. (1972). Die Theorie der Symbolik. Psyche – Z Psychoanal., 26(7-8):581-622.

(1972). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(7-8):581-622

Die Theorie der Symbolik

Ernest Jones

III Die Genese der Symbolik

Nachdem wir nun eine Formulierung der Natur, des Inhalts und der Merkmale der Symbolik vorgenommen haben, können wir zu den schwierigeren Fragen ihrer Genese übergehen. Unser Ausgangspunkt ist die Beobachtung, daß bei der Symbolik eine Vergleichung zweier Ideen, und zwar von solcher Art, wie sie dem bewußten Seelenleben fremd ist, im Unbewußten hergestellt wird und daß dann eine der beiden Vorstellungen, die wir bequemlichkeitshalber die sekundäre nennen wollen, unwissentlich dazu gebraucht werden kann, die primäre zu ersetzen und darzustellen. Zwei Fragen schließen sich dieser Feststellung unmittelbar an: Warum werden zwei Vorstellungen identifiziert, die das bewußte Seelenleben nicht ähnlich findet? Und warum symbolisiert die eine Vorstellung stets die andere, ohne daß je eine Umkehrung dieses Verhältnisses stattfindet?

Die erste Frage aufnehmend, beginnen wir mit der Bemerkung, daß die Vergleichung durch das primitive Seelenleben hergestellt wird, nicht durch das gereifte und bewußte. Diese Folgerung wird durch alles, was wir von der Symbolik wissen, bestätigt: der Typus der seelischen Vorgänge, das hohe Alter — sowohl beim Individuum wie bei der Rasse —, das die Entstehung aktueller Symbolik in die Vorzeit zurückweist usw. Auch die wenigen Symbole, die durch erwachsene Kulturmenschen geschaffen werden, z. B. der “Zeppelin”, sind die Schöpfungen des primitiven, infantilen Seelenlebens, das im Unbewußten durch das ganze Leben weiter bestehen bleibt.

Geradeso wie das Gleichnis die Grundlage jeder Metapher ist, so ist die ursprüngliche Identifizierung die Grundlage jeder Symbolik, obgleich die beiden Vorgänge auseinandergehalten werden müssen. Freud (1900) formuliert dies folgendermaßen: “Was heute symbolisch verbunden ist, war wahrscheinlich in Urzeiten durch begriffliche und sprachliche Identität vereint. Die Symbolbeziehung scheint ein Rest und Merkzeichen einstiger Identität.”

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