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Schafer, R. (1972). Die psychoanalytische Anschauung der Realität (II). Psyche – Z Psychoanal., 26(12):952-973.

(1972). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(12):952-973

Die psychoanalytische Anschauung der Realität (II)

Roy Schafer

Translated by:
Jeannette Friedeberg

Der Patient, dessen Analyse entwicklungsfördernd verlaufen ist, behält seine Befürchtungen und Empfindlichkeiten und seine charakteristischen Neigungen zu bestimmten infantilen, ihn selbst lähmenden Lösungen, wie auch immer sie in ihrer Wirkung verringert sein mögen und in einer gestärkten Anpassungsfähigkeit ein Gegengewicht finden. Dies ist eine Implikation der „unendlichen Analyse“ (Freud 1937). Aus diesem Grund halten wir auch nach der Analyse Abwehrmaßnahmen aufrecht und zensurieren weiterhin unsere Träume. Dies auszusprechen schmälert in keiner Weise den Erfolg, der durch die Analyse und — soweit es Erwachsene betrifft — wahrscheinlich nur durch die Analyse erzielt werden kann. Analytiker haben genug, worauf sie stolz sein können, so daß sie offen sein können für die Erkenntnis der Grenzen ihrer Arbeit — wie Freud es war. Die Berücksichtigung der Grenzen ist ja unbedingt notwendig, um das Wesen der Arbeit selbst klar erfassen zu können.

Ich frage: welcher von den in vernünftigen Grenzen gründlich analysierten Patienten ist nicht mehr anfällig für ein schmerzliches Aufrühren seiner prä-ödipalen und ödipalen Konflikte z.B. durch seine Kinder — ihre Geburt, ihre Kleinkinderzeit, ihre instinktive Ablösung während der Adoleszenz? Wer ist durch seine Analyse immunisiert gegen neurotisch gefärbte Reaktionen auf das Älterwerden, die Disharmonien einer Ehe, den Tod der Eltern, die Grenzen der beruflichen Entwicklung? Freud legte sein Verständnis dieser Fragen nicht umfassend genug dar, als er sagte, die Analyse befreie von neurotischem Elend, so daß man direkter und effektiver mit den Nöten des alltäglichen Lebens umgehen könne.

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