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Rosenkötter, L. (1975). Psychotherapie: Wyss, Dieter: Lehrbuch der medizinischen Psychologie und Psychotherapie für Studierende. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1971. 175 Seiten, 14,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 29(1):92-94.

(1975). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 29(1):92-94

Psychotherapie: Wyss, Dieter: Lehrbuch der medizinischen Psychologie und Psychotherapie für Studierende. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1971. 175 Seiten, 14,80 DM.

Review by:
L. Rosenkötter

Der Mediziner erinnert sich aus seiner Studentenzeit der „Skripten“, sehr einfacher Kompendien, in denen der Inhalt bestimmter Vorlesungen zum Auswendiglernen für Examina aufbereitet wurde. Man konnte so einen langweiligen Stoff auswendig lernen, ohne ihn verstehen zu müssen. Für typische „Paukfächer“ wie etwa Chemie oder Anatomie mag dies sogar sinnvoll, oft jedenfalls notwendig sein. Hier wird nun nach ähnlichem Prinzip ein äußerst komprimiertes Lehrbüchlein auf den durch die neue Approbationsordnung aufnahmewilligen Markt gebracht, das Gleiches für die umfassenden Gebiete der medizinischen Psychologie und Psychotherapie versucht, bei denen weniger ein katalogartiges Wissen als mehr ein Verständnis ihrer Methodik und Denkweisen für den Arzt wichtig wäre.

Komplexe Sachverhalte werden in diesem Buch zu leicht lernbaren Thesen kondensiert, z. B. unter dem Kapitel „Denken, Fühlen, Wollen“: „Die ‚weiße Rasse‘ hat das Stigma der Willensbetätigung im Unterschied zu den orientalischen oder afrikanischen, mehr passiven oder kontemplativen Völkern“ (Seite 17); oder im Kapitel „Weitere Merkmale der Subjektivität“: „Der italienische Fließbandarbeiter kann, dank seiner Stimmung, den ganzen Tag lustige Lieder singen, ohne daß seine soziale Situation ihm dazu einen besonderen Anlaß gäbe“ (Seite 18). Wer das liest, versteht endlich, was Wille oder was Stimmung ist.

Der Verfasser versucht eine kritische Auseinandersetzung mit positivistischen Positionen in der Psychologie — hierin kann der Rezensent ihm folgen — und advoziert eine personalistische Psychologie. Angesichts seiner Neigung zu groben Vereinfachungen ist es fraglich, ob der nicht problembewußte Medizinstudent die Unterschiede wirklich verstehen wird.

Die Art und Weise, wie die Psychoanalyse hiér dargestellt wird — was für Leser dieser Zeitschrift von besonderem Interesse ist —, muß als äußerst irre-führend bezeichnet werden, und zwar besonders wegen der Halbwahrheiten, die komplexe Aussagen und Begriffe der psychoanalytischen Theorie ihres Sinnes berauben. Gelegentlich wird auch einfach Falsches behauptet.

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