Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To download the bibliographic list of all PEP-Web content…

PEP-Web Tip of the Day

Did you know that you can download a bibliography of all content available on PEP Web to import to Endnote, Refer, or other bibliography manager? Just click on the link found at the bottom of the webpage. You can import into any UTF-8 (Unicode) compatible software which can import data in “Refer” format. You can get a free trial of one such program, Endnote, by clicking here.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Müller, H.U. (1976). Fachsprache und Dialogsprache. Psyche – Z Psychoanal., 30(4):338-345.
  

(1976). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 30(4):338-345

Kritische Glosse

Fachsprache und Dialogsprache

Hans U. Müller

Als ich „Analytiker in Ausbildung“ war, mußte ich außer Freuds Werken natürlich auch neuere Fachliteratur lesen. Mußte, sage ich, denn ich tat es — mit wenigen Ausnahmen — nicht gerne. Mir gefiel der Ton, der Stil nicht, in dem diese Arbeiten geschrieben waren. Ich mokierte mich oft über die Sprache dieser Texte. Wenn ich aber mit Studienkollegen darüber sprach, fand ich kein Verständnis. Einer sagte, mir liege offenbar das Wissenschaftliche nicht besonders. Das traf.

Ich begann dann mit der Zeit doch ernsthaft zu lesen und mich — nicht ohne Mühe — in die vielen Arbeiten zu vertiefen, die man eben zu kennen hatte. Meinen Widerwillen gegen den üblichen Stil tadelte ich nun selbst als infantile Bequemlichkeit, die überwunden werden mußte. Ich merkte auch, daß das unsympathische Sprachgewand gelegentlich wichtige Inhalte barg. Der Stil, der Jargon wurde mir geläufig.

Es kam zuletzt so weit, daß ich oft selbst im Jargon zu sprechen begann, was mir in Kontrollanalysen erste Erlebnisse des nicht mehr sofort Verstandenwerdens bescherte. Nun war ich zweifellos im Begriff, ein Fachmann zu werden. Hier wurde ich dann allerdings stutzig. Das Sprachproblem begann mich wieder zu beschäftigen:

Zwei Menschen, die miteinander sprechen, haben eine bestimmte affektive Beziehung; bestimmte Übertragungen werden gegenseitig wirksam und spürbar, ob sie es realisieren oder nicht.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.