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Haas, E. (1979). Josuttis, Manfred und Hanscarl Leuner (Hg.): Religion und die Droge. Ein Symposium über religiüse Erfahrungen unter Einfluß von Halluzinogenen. Stuttgart (Kohlhammer) 1972. 167 S., 16 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(1):93-95.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(1):93-95

Josuttis, Manfred und Hanscarl Leuner (Hg.): Religion und die Droge. Ein Symposium über religiüse Erfahrungen unter Einfluß von Halluzinogenen. Stuttgart (Kohlhammer) 1972. 167 S., 16 DM.

Review by:
Eberhard Haas

Nach Freuds eigenen Worten bereitete ihm die Mitteilung seines Freundes Romain Rolland, der die eigentliche Quelle der Religiosität in einem Gefühl des Unbegrenzten, Schrankenlosen, gleichsam „Ozeanischen“ sah und dies dem Verfasser der „Zukunft einer Illusions“ entgegenhielt, „nicht geringe Schwierigkeiten“. Freuds Einwand, daß er sich an seiner Person nicht von der primären Natur eines solchen Gefühls überzeugen konnte, gab ihm jedoch keinen Anlaß, dasselbe bei anderen zu bestreiten. Der Versuch einer genetischen Ableitung dieses ozeanischen Gefühlszustandes führte ihn zu dem „primären Ichgefühl“ des Säuglings, der noch nicht zwischen Selbst und Objekt unterscheiden gelernt hat. „Unser heutiges Ichgefühl ist also nur ein eingeschrumpfter Rest eines weit umfassenderen, ja — eines allumfassenden Gefühls, welches einer innigeren Verbundenheit des Ichs mit der Umwelt entsprach“ (Das Unbehagen in der Kultur, 1930, GW XIV, S. 425).

Dieses allumfassende Gefühl läßt sich heute auch manipulativ erzeugen. Im vorliegenden Sammelband heißt es, daß 70 bis 80 % der Versuchspersonen nach Verabfolgung von 100-200 Gamma LSD im geeigneten Setting zu kosmisch-mytischem oder transzendentem Erleben („psychedelische Spitzenerfahrung“) gelangten. Es hat wohl etwas Atemberaubendes und auch Beunruhigendes, wenn man liest, daß Menschen, die nach Vorbildung und Erziehung nicht in einer ausgesprochen christlichen Tradition stehen, unter toxischen Bedingungen Visionen und Erleuchtungen haben, die denen des Propheten Ezechiel oder der Johannes-Apokalypse nicht unähnlich sind.

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