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Curtius-Helbach, M. (1979). Leben in Miniaturen: Zu Wilhelm Genazinos „Abschaffel“-Romanen. Psyche – Z Psychoanal., 33(3):254-259.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(3):254-259

Leben in Miniaturen: Zu Wilhelm Genazinos „Abschaffel“-Romanen

Review by:
Mechthild Curtius-Helbach

Wenn ein Leser, der dieses Vergnügen obendrein zu seinem Beruf gemacht hat, findet, wonach er beim literarischen Nachwuchs seit Jahren zumeist vergebens gesucht hat, nämlich gute Prosa, so sollte er den Fund melden. Anerkennung ist dem Kunst-Schaffenden lebenswichtig, mag er sich dessen bewußt sein oder auch nicht oder gar das Gegenteil vermeinen. Also widersteht der Kritiker der Verlockung, diesen kleinen Roman nur als Geheimtip weiterzuloben. Er möchte verhindern, daß ein Schriftsteller mehr erst zur Lebensneige Anerkennung findet oder diese gar nur seine Erben nährt.

Wovon handelt dieser schmale Roman von 112 Seiten mit dem wenig anziehenden Titel „Abschaffel“ im abscheulich flamingo-farbenen Taschenbuch? Lassen wir uns durch den Idiosynkrasie-Anreiz seiner Dinggestalt, die wohl kaum im Zuständigkeitsbereich des Verfassers gelegen hat, einstimmen auf den Roman-Inhalt, der die Idiosynkrasie ist.

Vor einem Halbjahrhundert verwandelte ein damals sehr junger Dichter die großen Formen der seelischen Krankheit zu einem der größten Grotesk-Romane des Jahrhunderts und verwandte dabei die Phrase, die Leiche menschlicher Sprachverständigung, als Bauelement: Elias Canetti im Roman „Die Blendung“. Wilhelm Genazino verwendet heute die umgänglicheren Formen seelischer Krankheit (Alltagszwänge, Phobien, Idiosynkrasien), die den Befallenen verstört sein lassen durch die Fliege an der Wand und das Schnur-Ende, das in der Schublade liegt (S.

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