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Curtius-Helbach, M. (1979). Muschg, Adolf: Albissers Grund. Roman. Frankfurt/M. (Suhrkamp st 334) 1976. 380 S., 9 DM (Erstersch. Suhrkamp 1974).. Psyche – Z Psychoanal., 33(3):259-262.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(3):259-262

Muschg, Adolf: Albissers Grund. Roman. Frankfurt/M. (Suhrkamp st 334) 1976. 380 S., 9 DM (Erstersch. Suhrkamp 1974).

Review by:
Mechthild Curtius-Helbach

Der Roman von Muschg gehört (wie die von mir im Juliheft 1976 der Psyche besprochene „Chronik einer Therapie“ von Yalom und Elkin) zur Spezies des psychoanalytischen Romans, psychoanalytisch geprägter Prosa. Die Bücher von Yalom/Elkin und Muschg repräsentieren denkbar unterschiedliche Möglichkeiten dieses Genres: die literarische Begleitung einer Behandlung als eine Art von psychoanalytischem Briefroman und einen Entwicklungsroman in der Tradition des psychologischen Romans mit der entscheidenden Neuerung der Aufnahme der Psychoanalyse ins Zentrum des epischen Gefüges.

Beginn des Romans „Albissers Grund“ und Rückblick-Auslöser ist eine kriminelle Tat: Der Gymnasiallehrer Albisser schießt auf seinen Psychotherapeuten Zerrutt. Von diesem Drehpunkt her, dem letzten Akt im Alltagsleben beider, faltet sich der Roman auseinander in die fortlaufende Gegenwart ständiger gerichtspsychiatrischer Befragungen und juristischer Recherchen, überwiegend am Krankenbett des Opfers, und in die in unterschiedlich tiefen Rückblenden aufgefächerte Vergangenheit beider. Nur gelegentlich sichtbar werden der Schauplatz des Gefängnisses und die Gestalt des Täters; in der Regel erlebt der Leser Zerrutts Krankenbett-Gegenwart und den Täter Albisser nur als psychiatrischen Fall, über den jener berichtet. Kern des Romans sind diese ‚Fallberichte‘ und deren Auswertungen in fortlaufenden Diskussionen zwischen des Täters einstigem ‚Psychiater‘ Zerrutt und den juristischen Rechercheuren, darunter Psychiater-‚Kollegen‘.

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