Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To sort articles by source…

PEP-Web Tip of the Day

After you perform a search, you can sort the articles by Source. This will rearrange the results of your search, displaying articles according to their appearance in journals and books. This feature is useful for tracing psychoanalytic concepts in a specific psychoanalytic tradition.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Pietzcker, C. (1979). Schneider, Manfred: Die Angst und das Paradies des Nörglers. Versuch über Karl Kraus. Frankfurt (Syndikat) 1977. 208 S., 28 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(3):266-268.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(3):266-268

Schneider, Manfred: Die Angst und das Paradies des Nörglers. Versuch über Karl Kraus. Frankfurt (Syndikat) 1977. 208 S., 28 DM.

Review by:
Carl Pietzcker

„Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält“; der so den Wahrheitsgehalt seiner Satire vor dem kranksprechenden Blick des Analytikers zu retten suchte, Karl Kraus, entkam ihm nicht, so wenig übrigens wie jenen Literaturwissenschaftlern, die das Widerständige anpassen — ein Vergehen, für das er sie allzu gerne kastriert hätte. Nun wagt gar ein Literaturwissenschaftler sich ihm psychoanalytisch zu nähern; freilich nicht, um anzupassen und das künstlerische Werk auf neurotische Symptome hin zu überprüfen, sondern um die psychischen Antriebe zur literarischen Tätigkeit analytisch als Reaktionen auf leidenauslösende Verhältnisse zu beschreiben, denen sie zugleich zugehören und antworten, Verhältnisse, für deren Weiterwirken — auch in unseren Leiden — gerade das Werk von Karl Kraus und dessen Analyse das Gespür schärfen.

Wer so ansetzt, kann sich selbst nicht draußen lassen; der Verfasser thematisiert sein Verhältnis zum Gegenstand, ja, er macht es in Entsprechung zur Übertragungs-Gegenübertragungsbeziehung, wie sie die analytische Situation bestimmt, zum Medium der Interpretation. Das Werk wird psychoanalytisch nicht nur als eine Phantasie begriffen, die der Autor im Rückzug von den äußeren Objekten ausbildet, sondern objekt-psychologisch als Phantasie, die den Leser in eine imaginierte Szene einbezieht.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.