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PEP-Web Tip of the Day

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Noerr, G.S. (1979). Artaud, Antonin: Van Gogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft, und Texte über Baudelaire, Coleridge, Lautréamont und Gérard de Nerval. München (Matthes & Seitz) 1977. 151 S., 19, 80 DM.Navratil, Leo: Schizophrenie und Sprache. Schizophrenie und Kunst. Zur Psychologie der Dichtung und des Gestaltens. München (dtv, wissenschaftliche Reihe) 1976. 308 S., 9, 80 DM.Mattheus, Bernd: Jede wahre Sprache ist unverständlich. Über Antonin Artaud und andere Texte zur Sprache veränderten Bewußtseins. München (Matthes & Seitz) 1977. 175 S., 26 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(3):269-274.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(3):269-274

Artaud, Antonin: Van Gogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft, und Texte über Baudelaire, Coleridge, Lautréamont und Gérard de Nerval. München (Matthes & Seitz) 1977. 151 S., 19, 80 DM.Navratil, Leo: Schizophrenie und Sprache. Schizophrenie und Kunst. Zur Psychologie der Dichtung und des Gestaltens. München (dtv, wissenschaftliche Reihe) 1976. 308 S., 9, 80 DM.Mattheus, Bernd: Jede wahre Sprache ist unverständlich. Über Antonin Artaud und andere Texte zur Sprache veränderten Bewußtseins. München (Matthes & Seitz) 1977. 175 S., 26 DM.

Review by:
Gunzelin Schmid Noerr

Antonin Artaud ist nicht zufällig durch sein „Theater der Grausamkeit“ bekannt geworden. Aber auch in der Begegnung mit Kunst und Literatur inszeniert Artaud sich und die Welt. Das erschwert die Lektüre dieser Texte über van Gogh, Baudelaire, Coleridge, Lautréamont und Nerval zunächst erheblich. Wenn ich als Leser in sein Szenarium eintrete, werde ich, ohne recht zu wissen wie, zum Mitspieler gemacht. Die geheimnisvoll schönen Texte wirken auf mich zugleich anziehend und abstoßend, widersprüchlich, zerfahren, mystifizierend und unverständlich.

Kaum ein anderer Autor versteht es so nachhaltig wie Artaud, Kräfte des Unbewußten an die Oberfläche der Wahrnehmung spülen zu lassen. Beim Lesen drängen sich die eigenen Abwehrmechanismen geradezu auf. Ich „verstehe“ Artaud erst, wenn ich mir seine „Unverständlichkeit“ eingestehe. Ich richte mein Ohr auf die sinnlichen, nichtbegrifflichen Anteile des Sprechens, die Artaud zum Tönen bringt. Jetzt empfinde ich sein erregtes Gemurmel, höre seine grellen Aufschreie, spüre die Beschimpfung der allzu Selbstsicheren, also meiner selbst, leide am Bruch mit dem Diskurs der Vernünftigen. Artaud sagt über die angeblich hermetischen Gedichte Nervals, sie müßten „bei jeder Lektüre ausgespuckt werden. Dann werden ihre Hieroglyphen durchschaubar.

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