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Kutter, P. (1979). Polli, E.: Psychotherapie der Neurosen. München (Kindler Taschenbücher, Reihe „Geist und Psyche“ Nr. 2164) 1976. 164 S., 6,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(5):479.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(5):479

Polli, E.: Psychotherapie der Neurosen. München (Kindler Taschenbücher, Reihe „Geist und Psyche“ Nr. 2164) 1976. 164 S., 6,80 DM.

Review by:
Peter Kutter

Vor ungefähr 30 Jahren war man in Deutschland ernsthaft der Meinung, die Psychoanalyse Freuds, die analytische Psychologie C. G. Jungs und die Individualpsychologie A. Adlers zu einem synoptischen System zusammenfassen zu können. Dann aber entwickelten sich die einzelnen psychotherapeutischen Richtungen und Schulen eigenständig, wenn auch unter einem Dachverband, der „Deutschen Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie“, zusammengefaßt. Jetzt wird von einem jungen Autor „in lückenloser Vollständigkeit“ eine neue Synopsis „sämtlicher Varianten der Einzel- und Gruppentherapie“ vorgelegt, nach dem Motto: Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen. Komplizierte psychische Phänomene werden in übersystematisierte Gliederungen gepreßt. Die Diagnose bildet sich aus erstem Eindruck, ausgefüllten Fragebögen und psychologischen Tests. Die Therapie wird nach Ansatzpunkt und Zielsetzung genau geplant und umfaßt neben Gesprächs- und Gruppentherapie viele Methoden der Körper-Therapie. Die grobe Vereinfachung führt mitunter zu schlicht falscher Darstellung, wenn es z. B. über Psychoanalyse (S. 83) heißt: „Meist deutet der Therapeut die Gegenübertragung am Ende einer Sitzung. Er protokolliert während einer Sitzung alle Beobachtungen, die er an sich in bezug auf den Patienten macht, und bespricht sie mit ihm.“ Die Literaturangaben sind spärlich. Soweit vorhanden, verweisen sie vielfach auf Kompendien psychiatrischer und klinisch-psychologischer Provenienz.

Abgesehen von einigen guten Ansätzen zu einer Art Indikationskatalog mit Differential-Therapie bringt das Buch nichts Neues und kann allenfalls als eine erste Orientierung über psychotherapeutische Verfahren der sog. „kleinen“ Psychotherapie für den akademischen Unterricht dienen. Vollständigkeit ist ein Ziel, das sich der Autor gestellt hat. Wird aber Vollständigkeit mit Oberflächlichkeit und Ungenauigkeit erkauft, so wäre weniger, aber fundiertere Information mehr gewesen.

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