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Biermann, C. (1979). Becker, Ernest: The Denial of Death. New York/London (Free Press) 1975. — Deutsch: Dynamik des Todes. Die Überwindung der Todesfurcht — Ursprung der Kultur. Aus dem Amerikanischen von Eva Bornemann. Olten/Freiburg (Walter) 1976. 435 S., 38,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(7):640-642.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(7):640-642

Becker, Ernest: The Denial of Death. New York/London (Free Press) 1975. — Deutsch: Dynamik des Todes. Die Überwindung der Todesfurcht — Ursprung der Kultur. Aus dem Amerikanischen von Eva Bornemann. Olten/Freiburg (Walter) 1976. 435 S., 38,— DM.

Review by:
Christoph Biermann

In diesem letzten Buch des 1974 verstorbenen Kulturanthropologen und Soziologen, der u. a. in Berkeley lehrte, findet der interessierte und psychoanalytisch orientierte Leser eine nützliche Materialsammlung zur historischen und möglicherweise systematischen Durchdringung von Freuds Hypothese eines Todestriebes. Wenngleich dem Autor offenbar eigenständige klinische Erfahrungen fehlen und sich anderseits das Thema zu voreiligen, philobatischen Spekulationen und Synthesen vorzüglich anbietet, rechtfertigt Becker meines Erachtens mit seinem Text das vorangestellte Motto Spinozas: „Nicht spotten, nicht klagen, nicht verfluchen, sondern erkennen“. Bei solchem Ansatz sieht Becker seine Aufgabe nicht darin, den zahlreichen Titeln über diese und angrenzende Gegenstände einen weiteren anzuhängen, sondern in dem Versuch, das Wesentliche einer Linie herauszuarbeiten, die er zwischen Wissenschaften vom Menschen und religiöser Erfahrung glaubt ziehen zu können. Die Auseinandersetzung mit S. Freud, O. Rank und neuerer amerikanischer Literatur über Psychoanalyse steht im Mittelpunkt; auf seiten der Religion kommt besonders S. Kierkegaard zu Wort. Das Buch erhielt einen Pulitzer-Preis. Vielleicht ist es ein Vorzug mancher Schriften, daß ein geeigneter Titel für sie schwer zu finden ist? „The Denial of Death“ erscheint mir ebenso unpassend wie die „Dynamik des Todes“ der deutschen Ausgabe. Das Buch handelt von der Art und Weise des Menschen und der Menschheit, mit der Gewißheit der Sterblichkeit eine bestimmte Zeit leben zu können. Der Tod — kein Ereignis und Problem des Lebens? Nun, Eissler hat verschiedentlich daran erinnert, vorerst sei es besser, trotz aller Bedenken an der Todestrieb-Theorie Freuds festzuhalten als über gar kein Konzept zu verfügen — etwa mit den rationalisierenden Hinweisen, es liege keine klinische Relevanz vor, „der Tod“ floriere eben gerade auf dem Buchmarkt, usw.

Der Autor hat nach meinem Eindruck eine Studie über das Heroische geschrieben, über die heroischen Schicksale und Fähigkeiten des Durchschnittsmenschen und des Genies. Die ödipale Situation dient als explanatorisches Schema — diesmal über den Fokus des Heros betrachtet.

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