Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To access the PEP-Web Facebook page…

PEP-Web Tip of the Day

PEP-Web has a Facebook page! You can access it by clicking here.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Schülein, J. (1979). Boesch, Ernst E.: Psychopathologie des Alltags. Zur Ökopsychologie des Handelns und seiner Störungen. Bern/Stuttgart/Wien (Huber) 1976. 525 S., 29,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(7):654-657.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(7):654-657

Boesch, Ernst E.: Psychopathologie des Alltags. Zur Ökopsychologie des Handelns und seiner Störungen. Bern/Stuttgart/Wien (Huber) 1976. 525 S., 29,— DM.

Review by:
Johann Schülein

Der Obertitel dieses Buches ist etwas irreführend. Es hat mit Freuds Arbeit über die „Psychopathologie des Alltagslebens“ nur wenig gemeinsam. Treffender ist der Untertitel, denn was der Autor unternimmt, ist der Versuch einer umfassenden Ökopsychologie des Alltags. Eine festgefügte Theorietradition dieser Art existiert bisher im Rahmen der akademischen Psychologie noch nicht; man kann dieses Unternehmen am ehesten mit den Ansätzen der phänomenologischen Soziologie (A. Schütz und seine Nachfolger) vergleichen. Insofern ist Boeschs Arbeit gewissermaßen eine Pionierarbeit und sollte entsprechend gelesen werden.

Auf dem Wege zu einer Ökopsychologie des Alltags kann man Skinner und Hull nicht als Galionsfigur brauchen. Boeschs theoretische Stützen sind vielmehr Vertreter „funktionaler“ Betrachtungsweisen wie Janet, James, Piaget und nicht zuletzt Freud. Denn bei aller Kritik an der Psychoanalyse (die gelegentlich daneben zielt) wird ihr implizit und explizit viel Reverenz gezollt. Das garantiert, daß das Ziel theoretischer Systematik nicht in Methodologie erstickt und am Ende nur statistische Banalitäten bzw. Tautologien übrig bleiben. Gegenstand der Ökopsychologie ist das strukturelle Verhältnis des menschlichen Subjekts zu seiner Umgebung, sein Lebensgleichgewicht im Austausch mit ihr. Boesch betrachtet den Alltag als „Handlungsbiotop“, als eine raumzeitliche Lebenswelt, in der permanente Anpassungsleistungen erbracht werden müssen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.