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Horn, K. (1979). Schülein, Johann August (Hg.): Kommunen und Wohngemeinschaften. Der Familie entkommen? Eine Textsammlung. Gießen (Focus, Reihe Texte zu Sozialgeschichte und Alltagsleben) 1978. 227 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 33(8):799.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(8):799

Schülein, Johann August (Hg.): Kommunen und Wohngemeinschaften. Der Familie entkommen? Eine Textsammlung. Gießen (Focus, Reihe Texte zu Sozialgeschichte und Alltagsleben) 1978. 227 Seiten.

Review by:
Klaus Horn

In seiner Einleitung über »Historische und soziale Aspekte »alternativer« Primärgruppen« zeigt Schülein, daß die neuen Primärgruppen der Kommune und der Wohngemeinschaft keine »Zerfallsprodukte« der jüngsten Sozialgeschichte der Familie sind, sondern bewußt entwickelte Alternativformen im Sinne »sozialer Lernfelder«. Die hohen politischen Ansprüche, welche mit der Kommunebewegung verbunden waren, mußten wohl zu Bruch gehen, aber ohne eine solche heroische Phase alternativer Lebensformen wäre wohl die gegenwärtig für wahrscheinlich rund 100 000 Menschen (insbesondere aus privilegierten Kreisen) attraktive Wohnform nicht realisiert worden. Die hochinteressanten Texte (z. T. prominenter Autoren) über Kommunen und Wohngemeinschaften werden mit präzisen Strichen historisch ins Licht der Veränderung der Primärgruppe Familie gerückt, und wir erfahren eine ganze Menge über die inneren Nöte jener, welche zwar nicht — wie Schülein argumentiert, weder äußerlich noch innerlich — der bzw. ihrer Kleinfamilie »entkommen« können, die jedoch mit historisch neuen Gegebenheiten (jedenfalls zeitweise) selbstreflexiv und praktisch ausdrücklich umzugehen versuchen. Wer einen, allerdings gut gebahnten Zugang zu der verwirrenden Vielfalt der zeitgenössischen Jugendbewegung sucht, eine sowohl soziologisch als auch psychoanalytisch aufgeklärte Einführung in deren »psychosoziale« Probleme aus der Perspektive ihres theoretischen und praktischen Umgangs (oder der Umgangsversuche) mit ihren Primärgruppenlebensformen, sollte zu diesem Band greifen. Für jene, die sich generell für die (von Schülein andernorts systematisch erörterte) eigentlich unmögliche Verschwisterung von Selbstreflexion und Politik interessieren, hält der Band eine ausgewogen kritische Mischung von Warnungen und Einladungen bereit, Erfahrungen, die zwar alle persönlich angeeignet werden wollen, aber womöglich doch mit einigen »lebensgeschichtlichen Kosten« weniger, wenn man sie bereits einmal lesend kennengelernt hat.

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