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Pietzcker, C. (1979). Theweleit, Klaus: Männerphantasien, 2 Bde. I: Frauen, Fluten, Körper, Geschichte. Frankfurt a. M. (Verlag Roter Stern) 1977. 611 S., kart., 25 DM. II: Männerkörper. Zur Psychoanalyse des weißen Terrors. Ebd. 1978. 564 S., kart., 25 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(9-10):936-942.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(9-10):936-942

Theweleit, Klaus: Männerphantasien, 2 Bde. I: Frauen, Fluten, Körper, Geschichte. Frankfurt a. M. (Verlag Roter Stern) 1977. 611 S., kart., 25 DM. II: Männerkörper. Zur Psychoanalyse des weißen Terrors. Ebd. 1978. 564 S., kart., 25 DM.

Review by:
Carl Pietzcker

Die Bände haben Aufsehen erregt, und in der Tat, sie sind über weite Strecken brillant geschrieben, unkonventionell, eingefahrene Denkgewohnheiten lockernd und lustvoll zu lesen, eine Herausforderung an die Psychoanalyse, den Lernwilligen Anregung zur Selbstbesinnung, oft gegen den Verfasser freilich; doch ohne Nachdenklichkeit, Fragen, kommt wohl keiner da raus.

Theweleit untersucht Autobiographien von Freikorpsmännern, Romane, in denen sie Erinnerungen an den blutigen Kampf verarbeiten, den sie 1918-1923 gegen das aufbegehrende Proletariat führten, aber auch Romane anderer, die diesen Stoff in ihrem Sinn gestalten. Er fragt nach den Antrieben dieser Männer, ihrer Destruktivität und deren Ursachen und damit nach den Kräften, die — hier im »Weißen Terror« deutlich sichtbar — dem deutschen Faschismus zum Aufschwung verhalfen. So liest er die Texte als Krankenberichte, Darstellungen von Zuständen und Wünschen. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei ihrer Sprache, die er als »faschistische« versteht; er fragt, »wie sie funktioniert: welche Rolle sie im Verhältnis des Mannes zur übrigen Realität spielt und wo ihr körperlicher Ort ist« (I, S. 40). Überzeugt, daß Formen faschistischen Verhaltens sich noch heute — auch bei ihm selbst — finden, handelt er sie nicht überlegen sezierend als bloße Objekte der Erkenntnis ab, sondern begibt sich empathisch mit einbekannter Subjektivität und Betroffenheit in den Prozeß dieses Verhaltens, nimmt es ernst und fragt, »warum die Wunschproduktion unter bestimmten Bedingungen zur Mordproduktion werden kann«, warum Wünsche, die auch er schätzt, etwa der nach paradiesischer Verantwortungslosigkeit, zu faschistischem Verhalten treiben und wie sie in diesem befriedigt werden.

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