Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To find an Author in a Video…

PEP-Web Tip of the Day

To find an Author in a Video, go to the Search Section found on the top left side of the homepage. Then, select “All Video Streams” in the Source menu. Finally, write the name of the Author in the “Search for Words or Phrases in Context” area and click the Search button.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Pietzcker, C. (1979). Sahlberg, Oskar: Gottfried Benns Phantasiewelt. »Wo Lust und Leiche winkt«. München (edition text + kritik) 1977. 218 S., 21 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 33(9-10):942-944.

(1979). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 33(9-10):942-944

Sahlberg, Oskar: Gottfried Benns Phantasiewelt. »Wo Lust und Leiche winkt«. München (edition text + kritik) 1977. 218 S., 21 DM.

Review by:
Carl Pietzcker

Gottfried Benn, 1914 nach dem Sturm auf Antwerpen mit dem Eisernen Kreuz dekoriert, geschätzter Lyriker der Weimarer Zeit, unter den Nazis zum Vizepräsidenten der »Union nationaler Schriftsteller« gewählt, von Himmler geschützt und in der Bundesrepublik mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens geehrt: letztlich paßte er immer dazu, der Ausnahmemensch, der sich angewidert zurückzog, in seinen Gedichten sich selbst zelebrierte und doch gerade in ihnen die Geheimgeschichte der deutschen Psyche unseres Jahrhunderts schrieb. Das ist Sahlbergs These in seinem ebenso erfrischenden wie erkenntnisreichen Buch, mit dem er, ausgehend von ehemals faszinierter Lektüre, den unbewußten Phantasien Benns nachspürt, ihrer Genese, ihrer Entwicklung und den historischen Prozessen, die sich in ihnen spiegeln.

»Der tiefste Grund für Benns Charakter und Verhaltensweise ist in der Schicht des Narzißmus zu suchen. Benn war sein Leben lang mit der Heilung bzw. Kompensation früher Verletzungen des Ichgefühls beschäftigt, woraus seine Isolierung und seine Selbstbezogenheit resultierten, sein Leiden an der Leere und seine Sucht nach Fülle und Rausch. Daher stammt auch seine Passivität« (S. 200). Sein »Urwunsch« war der »Aufbau des Größen-Selbst des frühen Narzißmus«, »und sein Werk läßt sich von diesem aus als Einheit begreifen« (S.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.