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Moersch, E. (1980). X. Zur psychischen Struktur. Psyche – Z Psychoanal., 34(6):574-587.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(6):574-587

X. Zur psychischen Struktur

Emma Moersch

1. Vorbemerkung

Zur Untersuchung von Myokardinfarkt-Patienten motivierte uns die Frage, unter welchen psychoanalytisch formulierbaren Bedingungen diese Menschen erkranken. Die Bedingungen wurden im III. Kapitel genannt und die Untersuchungsergebnisse in den folgenden Kapiteln dargestellt. Hier soll nun versucht werden, auf die Frage, die jedes psychosomatische Modell aufwirft, welche psychische — von der neurotischen abweichende — Struktur einer bestimmten psychosomatischen Krankheit zugrunde liegt, eine hypothetische Antwort zu geben.

Die Terminus Struktur wird hier in zweifacher Bedeutung gebraucht, a) als Organisationsform des zweiten Freudschen Modells des psychischen Apparats und der Instanzen, die diesen Apparat konstituieren; b) als psychische Organisation der Persönlichkeit, bestimmt durch die Interpretation der beobachteten psychischen Phänomene — der Inhalte — und deren Zuordnung zu einer klinisch vorgegebenen Nosologie (z. B. psychotische Struktur, Zwangsstruktur, hysterische Struktur usw.). Zu a): In der Diskussion über das zweite Modell des psychischen Apparats ist die Unbewußtheit der zensierenden Instanz, seine Begründung, nicht kontrovers. Die Punkte, über die jedoch keine Verständigung erreicht ist, beziehen sich auf das Verhältnis von Struktur, Funktionen und zeitlicher Konstanz, d. h. auf das Verhältnis von Struktur und Prozeß, für das Rapaport (1967, S.

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