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Seuster, B. (1980). Prahl, Hans-Werner: Prüfungsangst. Symptome, Formen, Ursachen. München (Nymphenburger) 1977. 257 S., 24 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 34(7):670-672.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(7):670-672

Prahl, Hans-Werner: Prüfungsangst. Symptome, Formen, Ursachen. München (Nymphenburger) 1977. 257 S., 24 DM.

Review by:
Barbara Seuster

Der Autor ist bemüht, Prüfungsangst nicht nur von ihrer vegetativ-funktionellen, psychosomatischen und psychischen Symptomatik her zu beschreiben, sondern auch ihre Ursachen zu ergründen. Dies scheint ihm schon deshalb wichtig, weil Prüfungsangst auch heute noch und nicht nur in westlichen Industrieländern als ein Problem gesehen wird, mit dem jeder Prüfling allein fertig zu werden hat. Denn wenn Prüfungsangst als normal und für die Motivation der Prüfungskandidaten sogar als förderlich deklariert wird, besteht wenig Anlaß, ihren Ursachen genauer nachzugehen. Darüber hinaus sucht er nach Ansatzpunkten für die Überwindung des bestehenden Prüfungswesens. Zwar geißelte schon Luther in seinen Tischreden die Prüfungsrituale seiner Zeit, weil sie die Identität des Prüflings gefährdeten und ihn in seiner Existenz bedrohten. Für Prahl hingegen liegen die Ursachen der Prüfungsangst weniger in der Prüfungssituation (Form der Inszenierung, Lösbarkeit der Aufgaben, Verhalten der Prüfer) als in der jeweiligen Sozialisationsbiographie und damit in den gesellschaftlichen Grundlagen dieser Sozialisation. Eine derart >soziologisierte< Prüfungsangstforschung verspricht freilich mehr als sie, wie er selbst zugeben muß, zu halten vermag, weshalb er sich bei seiner Darstellung auch im wesentlichen von Erkenntnissen der Experimental- und Motivationspsychologie, der Psychoanalyse und Sozialisationsforschung leiten läßt und erst zum Schluß einige Überlegungen soziologischer Art zur Diskussion stellt.

Der experimentalpsychologische Ansatz versucht, Ängstlichkeitsdispositionen unter spezifizierten Situationsbedingungen in Laborexperimenten nachzuweisen. Die so isolierten Faktoren werden dann in ein komplexeres Modell gebracht und auf die Prüfungssitutaion übertragen. Die Motivationspsychologie hingegen versucht Prüfungsangst aus einem Konflikt zwischen divergierenden Handlungsmotiven, die eine sowohl situationsaufsuchende wie -meidende Tendenz haben können, zu erklären.

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