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Widmer, P. (1980). Lacan in Italia/Lacan en Italie. 1953-1978. Milano (La Salamandra) 1978. 261 S., L. 5500.. Psyche – Z Psychoanal., 34(8):746-746.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(8):746-746

Lacan in Italia/Lacan en Italie. 1953-1978. Milano (La Salamandra) 1978. 261 S., L. 5500.

Review by:
Peter Widmer

Lacans Denken ist in Italien bisher auf größeres Interesse gestoßen als im deutschsprachigen Bereich, vor allem infolge der Übersetzung und Rezeption seiner »Ecrits«. Ende der sechziger Jahre bildeten sich in den kulturellen Zentren des Landes Lacan-Arbeitsgruppen; Lacan wurde zu Vorträgen und Konferenzen eingeladen. Zwischen 1967 und 1969 sprach er in Neapel, Rom, Mailand, Pisa, Turin und Florenz. Das vorliegende Buch, aus der Reihe SIC, in der der Lacan-Schüler G. Contri Materialien zur Psychoanalyse herausgibt, dokumentiert vor allem die sogenannte dritte Phase der Aktivitäten Lacans (in den Jahren 1972-1974). Von sechs Reden in Mailand und Rom sind vier abgedruckt (Du discours psychanalytique; La psychanalyse dans sa référence au rapport sexuel; Excursus; Alla Scuola Freudiana), dazu »Direktiven« zur Gründung einer italienischen Schule als Zweig der »Ecole Freudienne« in Paris.

Lacan sprach französisch, ohne Manuskript. Anhand von Tonbandaufzeichnungen besorgte C. Boni sowohl die Transkriptionen als auch die Übersetzungen ins Italienische. Leider sind bei diesem Verfahren mitunter Sätze oder Satzteile verloren gegangen, was die Lektüre erschwert.

Aus den zahlreichen Gedanken Lacans, die sich nicht zusammenfassen lassen, sei wenigstens eine oft wiederkehrende These herausgegriffen: »Le rapport sexuel ne s'écrit pas« (Die sexuelle Beziehung läßt sich nicht schreiben). Was meint er damit? Keine mathematische Formel definiert die sexuelle Beziehung, Lacan versteht das als Folge des menschlichen Wohnens (habitation) in der Sprache. Er verweist auf die psychoanalytischen Erfahrungen mit der Hysterie, die zeigten, daß die psychische Seite der Sexualität nicht auf die biologische rückführbar ist. Lacan erkennt in diesem Abgehobensein des Menschen vom Biologischen, bedingt durch die Sprache, den Grund für die Variabilität der Befriedigung (jouissance), aber auch für den unersättlichen Liebesanspruch (demande).

Es geht Lacan hier um den wissenschaftlichen Status der Psychoanalyse und um das spezifische Wissen des Psychoanalytikers, das ihn zum Außenseiter der Gesellschaft macht. Nur, wenn er den Horror vor dem Wissen überwinde, habe er Chancen, Analytiker zu sein.

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