Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To find a specific quote…

PEP-Web Tip of the Day

Trying to find a specific quote? Go to the Search section, and write it using quotation marks in “Search for Words or Phrases in Context.”

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Brede, W. (1980). Marquard, Odo, und Karlheinz Stierte (Hg.): Identität (Poetik und Hermeneutik. Arbeitsergebnisse einer Forschungsgruppe VIII). München (Wilhelm Fink) 1979. 765 S., kart., 36 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 34(8):747-748.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(8):747-748

Marquard, Odo, und Karlheinz Stierte (Hg.): Identität (Poetik und Hermeneutik. Arbeitsergebnisse einer Forschungsgruppe VIII). München (Wilhelm Fink) 1979. 765 S., kart., 36 DM.

Review by:
Werner Brede

Die klassische Psychoanalyse scheint das Thema Identität als Problem nicht gekannt zu haben. Das große Freud-Register teilt da nichts Nennenswertes mit. Erst nach 1930 spricht Otto Fenichel in seiner speziellen Neurosenlehre davon, daß, abweichend von den klassischen Neuroseformen, immer häufiger Patienten mit unbestimmten Symptomen kämen, bei denen offenbar das Ich selber in den Krankheitsprozeß einbezogen sei. Nach dem Zweiten Weltkrieg, fast parallel zu David Riesmans berühmten Untersuchungen über die >Einsame Masse<, aus der sich der sogenannte außengeleitete Charakter als neuer Leittypus herauskristallisierte, hat Erik H. Erikson die neue Symptomlage teils soziologisch, teils ichpsychologisch bestimmt: »So hat es sich ergeben, daß wir uns gerade zu einem geschichtlichen Zeitpunkt mit der Identität beschäftigen, da diese problematisch geworden ist (…) Das Studium der Identität wird daher in unserer Zeit zu einer genau so strategischen Frage, wie es das Studium der Sexualität zu Freuds Zeiten war« (Kindheit und Gesellschaft, 1971, S. 278). Erikson gibt jedoch zu bedenken, daß Sexualität und Identität einen Zusammenhang haben und daß auch, »wenn wir Freuds Fälle noch einmal aufrollen würden«, typische Identitätsmängel zu finden wären. Gemessen an dieser Überlegung ist die gegenwärtige Identitätsdebatte harmlos und unergiebig geblieben.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.