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Horn, K. (1980). Moeller, Michael Lukas: Selbsthilfegruppen. Selbstbehandlung und Selbsterkenntnis in eigenverantwortlichen Kleingruppen. Reinbek (Rowohlt) 1978. 448 S., 24 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 34(8):754-756.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(8):754-756

Moeller, Michael Lukas: Selbsthilfegruppen. Selbstbehandlung und Selbsterkenntnis in eigenverantwortlichen Kleingruppen. Reinbek (Rowohlt) 1978. 448 S., 24 DM.

Review by:
Klaus Horn

Vor einer Reihe von Jahren gab es Enthusiasten, die bestimmte Formen der Kleingruppendynamik instrumenteil in der Politischen Bildung einsetzen wollten und damit den Stein der Weisen gefunden zu haben glaubten für einen Bereich, der strukturell krankt am »staatsbürgerlichen Privatismus« (Habermas), den unser gesellschaftliches System gegen sonntägliches Selbstverständnis produziert. Der Enthusiasmus ging aufgrund praktischer Erfahrung bald zurück, aber auch, weil ernste theoretische Einwände vorgebracht wurden, ob denn Mittel und Zweck zueinander paßten: ob nicht die formaldemokratischen Bezüge, welche hinter der amerikanischen, der Lewinschen Herkunft der Kleingruppentechniken stehen, nicht vielleicht gerade der Selbstentdeckung und Selbstentfaltung in der politischen Dimension entgegenstehen, weil immer nur auf vorgegebene Zwecke hin, die selber nicht zur Diskussion stehen, entdeckt und entfaltet wird. Gruppendynamik — nur wenn man sich der Vielfalt des darunter Befaßten bewußt zu sein bemüht, mag dieser Begriff hingehen — war das nun ein Medium zur Stärkung politischen Selbstbewußtseins im weitesten Sinne oder doch nur eine Sozialtechnologie, ein »change agent«, der Entscheidungen von Bürokratien den Betroffenen nur auf eine besonders reibungslose Weise beibiegt? Diese Frage war, wenngleich theoretische Beiträge zur Diskussion wichtig waren, natürlich nur in der Praxis der gruppendynamischen Bewegung zu entscheiden.

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