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Schädler, S. (1980). Kracauer, Siegfried: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films. Herausgegeben von Karsten Witte. Aus dem Englischen von Ruth Baumgarten und Karsten Witte. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1979. 632 S., kart., 40 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 34(11):1066-1069.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(11):1066-1069

Buchbesprechungen

Kracauer, Siegfried: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films. Herausgegeben von Karsten Witte. Aus dem Englischen von Ruth Baumgarten und Karsten Witte. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1979. 632 S., kart., 40 DM.

Review by:
Stefan Schädler

Kracauers »psychologische Geschichte des deutschen Films«, 1947 zunächst in den USA erschienen, liegt nun erstmals vollständig in einer sorgfältigen Edition vor. 1958 war eine eingreifend gekürzte Ausgabe in Westdeutschland erschienen, in der vor allem die politischen Zusammenhänge eliminiert worden waren. Sie bestimmte, wie der Herausgeber darlegt, weitgehend die bisherige Rezeption des Buches. So bietet die Neuausgabe, die neben dem ungekürzten und neuübersetzten Text einen Anhang mit exemplarischen Analysen, die gesammelten Filmbesprechungen Kracauers von 1924 bis 1939 sowie einen Bildteil enthält, auch Gelegenheit, die Durchführung der Grundthese, daß die Filme dieser Zeit die »Tiefenschichten der Kollektivmentalität, die sich mehr oder weniger unterhalb der Bewußtseinsdimension erstrecken« (S. 12), reflektieren, zu überprüfen und mit dem Material zu vergleichen. Dem methodologischen Anspruch, den diese These reklamiert, stellt sich Kracauer allerdings nicht; seine Methode ist die des Sammlers und ins Detail Verliebten. Seine Stärke liegt im Beobachten, nicht im Urteil. Freilich fährt dieses jenem immer wieder in die Parade: dann verschwindet das Konkrete und Besondere im grauen Mantel abstrakter Kategorien und Schablonen, und es scheint, daß er die Lust am Sehen verkauft hat für einen ordentlichen Realismus, der seine Sache doch nicht ist.

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