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Ahrens, S. (1986). Overbeck, Gerd: Krankheit als Anpassung. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1984. Kt., 209 Seiten, 10 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 40(4):372-375.
    

(1986). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 40(4):372-375

Overbeck, Gerd: Krankheit als Anpassung. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1984. Kt., 209 Seiten, 10 DM.

Review by:
Stephan Ahrens

Der Titel des Buches »Krankheit als Anpassung« repräsentiert die zentrale Perspektive des Autors, auch funktionelle Störungen und somatische Erkrankungen als Bewältigungsmöglichkeiten innerer und/oder äußerer Konflikte zu betrachten. Die darin implizierte Sinnhaftigkeit des Krankheitsgeschehens ist Voraussetzung für den verstehenden Zugang, wie ihn die Psychoanalyse versucht.

In diesem Sinne hebt Overbeck die Trennung zwischen spezifisch menschlichen Erkrankungen und unspezifischen, auch beim Tier vorkommenden Krankheiten auf und plädiert für eine ganzheitlich-psychosomatische Betrachtungsweise bei jeder Erkrankungsform, die seelisches Erleben und somatisches Geschehen umfaßt.

Die Position des Autors wird schon zu Beginn des Buches an der Stelle deutlich, an der er einen kurzen, aber kompetent verfaßten historischen Abriß über die Entwicklung von Krankheitsbegriff und Weltbild, die zunehmende Technisierung der Heilkunst (die man in diesem Zusammenhang wohl in Anführungszeichen zu setzen hat) und die Entmenschlichung im Sinne der Ausgrenzung der psychosozialen Dimension des Patienten aufzeigt und sehr engagiert den »chromblitzenden und vernickelten Lunapark des modernen Medizinbetriebs« kritisiert. Er weist auf die historische Einbindung des Krankheitsbegriffes, auf die Verknüpfung des Krankheitswandels mit dem gesellschaftlichen Wandel hin und setzt damit einen Rahmen für seine Überlegungen, die über die traditionell individuum-zentrierte, entwicklungspsychologische Betrachtungsweise der Psychoanalyse hinausgehen und soziologische Aspekte einbeziehen.

Im

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