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Heenen-Wolff, S. (1988). Langer, Marie: Von Wien bis Managua. Wege einer Psychoanalytikerin. Freiburg (Kore) 1986. Kt., 307 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 42(7):648-651.

(1988). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 42(7):648-651

Langer, Marie: Von Wien bis Managua. Wege einer Psychoanalytikerin. Freiburg (Kore) 1986. Kt., 307 Seiten.

Review by:
Susann Heenen-Wolff

Marie Langer war Psychoanalytikerin, freilich ohne einer psychoanalytischen Vereinigung anzugehören. Allein dieser Umstand enthält Zündstoff, denn die internationale psychoanalytische Organisation wacht eifersüchtig darüber, wer das Erbe von Freud weitergibt. Bitter ist, daß im großen und ganzen nur diejenigen sich psychoanalytisch ausbilden lassen können, die den Voraussetzungen der jeweiligen nationalen Organisationen entsprechen. In den allermeisten Ländern gehört dazu ein Medizinstudium oder — das ist die liberalere Variante — ein Psychologiestudium.

Nun haben aber Angehörige der verschiedensten Berufsgruppen mit den Folgen unbewußter Konflikte zu tun. Man denke an Lehrer, Eheberater, an Kindergärtner, Institutionsberater oder an Sozialforscher — diese Aufzählung ließe sich mühelos fortführen. Freud hatte der Psychoanalyse gewünscht, daß aus vielen Berufsgruppen Menschen zur Wissenschaft vom Unbewußten gelangen würden, auf daß diese inspiriert und bereichert würde. In der Bundesrepublik sieht die Lage heute so aus: Nur ein Psychologe oder ein Mediziner kann eine analytische Ausbildung im Rahmen der Psychoanalytischen Vereinigung absolvieren. Diese Informationen sind von Bedeutung, wenn man ermessen will, welch ungewöhnliches Leben Marie Langer als Psychoanalytikerin gelebt hat, sie starb Ende letzten Jahres. Von diesem Leben erzählt sie in ihrem Buch im Gespräch mit anderen, von ihrem Weg von Wien nach Spanien, von dort nach Argentinien, Mexiko und später Nicaragua.

1910 wurde Marie Langer in eine assimilierte jüdische Familie in Wien geboren. Ihre Mutter befand sich in einer ähnlichen Situation wie so viele Frauen der Mittel- und Oberschicht Wiens zu jener Zeit: Man hatte nichts zu tun, man langweilte sich, wurde ein bißchen frivol, gar psychisch krank. Dies änderte sich zumindest zeitweilig, als die Ehemänner in den Ersten Weltkrieg zogen. Da durften sich die Frauen aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen, und zwar nicht mehr nur auf die Ebene der Sexualität beschränkt. Sie durften arbeiten, erwerbstätig werden.

Marie

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