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Nitzschke, B. (1990). Israëls, Han: Schreber: Vater und Sohn. Eine Biographie. Aus dem Holländischen von Wenda Focke. München, Wien (Verlag Internationale Psychoanalyse) 1989. Geb., 376 Seiten, 58 Abb., 58 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 44(7):664-667.

(1990). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 44(7):664-667

Buchbesprechungen

Israëls, Han: Schreber: Vater und Sohn. Eine Biographie. Aus dem Holländischen von Wenda Focke. München, Wien (Verlag Internationale Psychoanalyse) 1989. Geb., 376 Seiten, 58 Abb., 58 DM.

Review by:
Bernd Nitzschke

Vater und Sohn — will man Freud glauben, so steht diese Beziehung im Mittelpunkt des Interesses, jedenfalls stand sie zeitlebens im Mittelpunkt des Interesses Freuds. Was aber macht den Vater so interessant? Seine Potenz? Seine Despotie? Oder — seine Schwäche? Sein Fehlen? Der »Vaterkomplex«, also die Urfassung des »Ödipuskomplexes«, wurde von Freud zum Dreh- und Angelpunkt jeder Neurose, jeder im Verlauf der Sozialisation erworbenen psychischen Störung, erklärt. Und selbst dann noch, als Freud die Bedeutung der Mutterbindung zu unterstreichen begann, vergaß er nicht, darüber nachzudenken, wie und warum sich das Kind (bevorzugt die Tochter) von der Mutter losmache, um sich dem Vater zuzuwenden. Noch immer blieb damit (für Freud) der Vater ein Dreh- und Wendepunkt, ein Anker im unübersichtlichen Meer der präverbalen Körperströme. Und abermals lautete die Freudsche Botschaft: Wer diesen Anker nicht findet, bleibt verdammt (als Frau muttergebunden und frigide).

Ganz unabhängig davon, ob Freud mit solchen Thesen inhaltlich recht hatte, bleibt die Tatsache bestehen, daß das Drama mit dem Vater, das der Sohn, die Tochter, die Kinder erleben — sei es veranlaßt durch das Verhalten des Vaters, sei es verursacht durch eigene infantile Phantasien —, von Freud einen Stellenwert zugesprochen erhielt, demzufolge dieses Drama die gesamte Entwicklung (einschließlich der Entwicklung psychischer Störungen) bestimmen soll.

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