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Wurmser, L. (1990). Fingarette, Herbert: Heavy Drinking. The Myth of Alcoholism as a Disease. Berkeley (University of California Press) 1988. 166 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 44(8):765-770.

(1990). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 44(8):765-770

Buchbesprechung

Fingarette, Herbert: Heavy Drinking. The Myth of Alcoholism as a Disease. Berkeley (University of California Press) 1988. 166 Seiten.

Review by:
Leon Wurmser

Wer einen Teil seiner beruflichen Tätigkeit der Behandlung von Alkoholikern und Drogensüchtigen widmet, steht immer wieder dem zentralen Dilemma gegenüber: Er arbeitet mit Toxikomanen, deren Probleme und Persönlichkeit fundamental denen gleichen, mit denen er in seiner sonstigen psychotherapeutischen oder psychoanalytischen Tätigkeit ständig zu tun hat und die Ausdruck des komplexen inneren und sozialen Kausalitätsgewebes darstellen, aber nun plötzlich in diesem einen Zusammenhang umdeklariert und einem ganz bestimmten linearen Ursachen-Wirkungs-Nexus unterworfen werden — sowohl durch die Patienten selbst wie durch die offiziellen Wortführer der als wirkungsvoll angeschauten Behandlungsmodalitäten. Überdies heißt es, es handle sich um eine Krankheitseinheit, die durch Kontrollverlust, also durch die Einbuße innerer Freiheit bis zu völliger Abhängigkeit und Hilflosigkeit, bestimmt sei. Doch dann wird im Handumdrehen von den Kranken verlangt, daß sie auf ihre krankhaften Handlungen und Haltungen willentlich verzichten, um allein so der Vorteile der angebotenen Behandlung teilhaftig werden zu können. Die als einheitlich diagnostizierte und behandelte Krankheit wird als eine bezeichnet, die zwar prinzipiell unheilbar sei, doch werden frappante Erfolgskriterien präsentiert, die mit der eigenen klinischen Erfahrung einfach nicht in Übereinstimmung zu bringen sind.

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