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Metzger, H. (1990). Prognos und Kronos. Über die Auflösung der psychoanalytischen Zeit. Psyche – Z Psychoanal., 44(11):1036-1043.

(1990). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 44(11):1036-1043

Prognos und Kronos. Über die Auflösung der psychoanalytischen Zeit

Hans-Geert Metzger

Die sogenannte Prognos-Studie, die von der DGPT bei der Prognos AG in Auftrag gegebene empirische Praxisstudie über die »Psychoanalytische Tätigkeit in der BRD«, mag sich für berufspolitische Argumentationen in der Gesundheitspolitik eignen; darüber will ich hier nicht diskutieren. Für die DPV stellt sie ein bemerkenswertes Ergebnis dar. Hat sich doch statistisch herausgestellt, was viele vielleicht ahnten oder fürchteten, aber in dieser Relation doch nicht annehmen wollten: Lediglich 7% der von Psychoanalytikern behandelten Patienten sind in vierstündigen Analysen, fast 70% der Patienten in ein- oder zweistündigen Therapien (vgl. Nedelmann und Reiche, 1990, S. 204). Die Nacherhebung, die aufgrund dieses Ergebnisses nur für die DPV-Mitglieder durchgeführt wurde, hat diese Zahlen bestätigt (vgl. Nedelmann und Reiche, 1990, S. 206 f.).

Die Prognos-Studie und die Nacherhebung müßten in der DPV eine tiefe Erschütterung und Verunsicherung auslösen. Schließlich beruht ihre Identität auf den in vierstündigen Analysen gewonnenen Erfahrungen; sie sind die Basis des wissenschaftlichen Selbstverständnisses und sie bestimmen die Weiterbildungsrichtlinien. Eine solche Erschütterung aber ist in der DPV-Öffentlichkeit nicht zu verspüren. Offensichtlich sind Psychoanalytiker, zu deren Arbeit doch die Enthüllung von Illusionen gehört, nicht bereit, sich dieser Desillusionierung im eigenen Berufsstand zu stellen.

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