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PEP-Web Tip of the Day

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Heenen-Wolff, S. (1990). Bar-On, Dan: Legacy of Silence. Encounters with Children of the Third Reich. Cambridge, Massachusetts (Harvard University Press) 1989. Geb., 338 Seiten, 25$.. Psyche – Z Psychoanal., 44(11):1051-1053.

(1990). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 44(11):1051-1053

Bar-On, Dan: Legacy of Silence. Encounters with Children of the Third Reich. Cambridge, Massachusetts (Harvard University Press) 1989. Geb., 338 Seiten, 25$.

Review by:
Susann Heenen-Wolff

Der Krieg ist zu Ende. Wie viele andere Kinder auch wartet die kleine Monika auf die Rückkehr ihres Vaters aus der Kriegsgefangenschaft. Am Nachmittag würde er heimkommen, ganz bestimmt. Am Vormittag ging sie schließlich zur Schule. Mit einem Stück Kuchen, vom Mund abgespart, würde sie ihn empfangen. Die Süßigkeiten in der Schule, verteilt an jene Kinder, »deren Väter im Krieg geblieben waren« — nie wußte Monika, ob sie die begehrten Naschereien annehmen sollte, nein, sie würde wie jeden Nachmittag auf den Vater warten. In der Klasse wurde sie eines Tages gefragt, wie denn ihr Vater hieße. »Vati«. Die Klasse höhnte. Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. »Friedrich«, erfand sie, »das klingt ein bißchen wie Friedhof. Und mir war dies damals völlig klar, als ich den Namen benutzte« (S. 271).

So erzählt eines der vielen Kinder von Nazi-Tätern dem israelischen Psychologen Dan Bar-On. Bar-On hat über mehrere Jahre hinweg in Deutschland Interviews mit Kindern von Nazis durchgeführt, die während der Kriegszeit schwere Verbrechen verübt hatten. Die Protokolle von dreizehn dieser Gespräche sind inzwischen ins Englische übersetzt worden und in den USA erschienen.

Monika hat erst spät erfahren, daß ihr Vater in Riga als Kriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet wurde.

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