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Hoffmann, K. (1990). Heimannsberg, Barbara, und Christoph, J. Schmidt (Hg.): Das kollektive Schweigen. Nazivergangenheit und gebrochene Identität in der Psychotherapie. Heidelberg (Asanger) 1988. Kt., 218 Seiten, 34 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 44(12):1150.

(1990). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 44(12):1150

Heimannsberg, Barbara, und Christoph, J. Schmidt (Hg.): Das kollektive Schweigen. Nazivergangenheit und gebrochene Identität in der Psychotherapie. Heidelberg (Asanger) 1988. Kt., 218 Seiten, 34 DM.

Review by:
Klaus Hoffmann

Während der letzten Jahre erschienen zahlreiche Veröffentlichungen, die der Schilderung und Aufarbeitung der Psychoanalyse und Psychotherapie im Nationalsozialismus gewidmet sind. Erwähnt seien beispielsweise »Psychoanalyse unter Hitler — Dokumentation einer Kontroverse«, Psyche 1984, Brecht et al. (1985): »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter«, Lockot (1985): »Erinnern und Durcharbeiten«. Der Titel des hier besprochenen Buches verspricht eine weitere Durcharbeitung dieser Thematik, leider wird aber nach meinem Dafürhalten dieser Anspruch nur zum kleineren Teil eingelöst. Am fruchtbarsten war für mich der erste Aufsatz, Sammy Speiers überarbeitete und erweiterte Fassung seines Psyche-Artikels (41, 1987) über den ges(ch)ichtslosen Psychoanalytiker, die ges(ch)ichtslose Psychoanalyse.

Schilderungen von eigenen Erlebnissen oder von Erlebnissen der Eltern während des Nationalsozialismus sowie Schilderungen von Begegnungen mit jüdischen Kollegen bestimmen die folgenden Aufsätze des Buches. Erinnerungen nehmen viel Raum in Anspruch, das Durcharbeiten, die Diskussion über die Bedeutung des Erlebten für das Leben der Gegenwart kommt meines Erachtens zu kurz. Lediglich Gunnar von Schlippes Bericht über sein Leben und Engagement in der Nachkriegszeit sowie Helm Stierlins Abschlußartikel (Nachdruck aus Familiendynamik, 7, 1982, S. 31-48) überzeugen mich als Ansätze ernsthaften Durcharbeitens.

So verdienstvoll es mir erscheint, daß Therapeuten verschiedener Richtungen ihre Arbeiten in einen Sammelband vereinigen, so sehr fällt mir der Befund ins Auge, daß nur die analytisch orientierten Autoren den genannten Ansprüchen gerecht werden, wobei eine eigene analytische Befangenheit meinerseits zugestanden sei.

Klaus Hoffmann (Konstanz)

BIBLIOGRAPHIE

Brecht, K., V. Friedrich, L.M. Hermanns, I.J. Kaminer und D.H. Juelich (Hg.): »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter …« Zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland. (Kellner) 1985.

Lockot, R. (1985): Erinnern und Durcharbeiten. Zur Geschichte der Psychoanalyse und Psychotherapie im Nationalsozialismus. Frankfurt (Fischer). [Related→]

Psyche-Redaktion (Hg.) (1984): Psychoanalyse unter Hitler. Dokumentation einer Kontroverse.

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