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Damkowski, C. (1991). Mitscherlich, Margarete: Über die Mühsal der Emanzipation. Frankfurt (Fischer) 1990. Kt., 192 Seiten, 29,80 DM.Anzieu, Didier: A Skin for Thought. Interviews with Gilbert Tarrab on Psychology and Psychoanalysis. London (Karnac Books.) 1990.. Psyche – Z Psychoanal., 45(10):936-938.

(1991). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 45(10):936-938

Buchbesprechungen

Mitscherlich, Margarete: Über die Mühsal der Emanzipation. Frankfurt (Fischer) 1990. Kt., 192 Seiten, 29,80 DM.Anzieu, Didier: A Skin for Thought. Interviews with Gilbert Tarrab on Psychology and Psychoanalysis. London (Karnac Books.) 1990.

Review by:
Christa Damkowski

Die beiden Bücher, die ich hier besprechen möchte, scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben. Margarete Mitscherlich setzt sich mit Argumenten und Angriffen auseinander, die ihr Buch »Die friedfertige Frau« ausgelöst hat. Didier Anzieu gibt in zehn Interviews mit dem kanadischen Psychologen Gilbert Tarrab Auskunft über seine Entwicklung, über die Psychoanalyse in Frankreich, über sein Konzept des Moi-peau (Haut-Ich). Beiden gemeinsam ist, daß sie — von verschiedenen Ausgangspunkten her — einen Paradigmenwechsel in der Psychoanalyse anstreben und ihn auch schon weitgehend praktizieren. Außerdem denken beide darüber nach, was einen guten Psychoanalytiker ausmacht.

Mitscherlichs Überlegungen kreisen um das Zentralthema Freudscher Psychoanalyse, den Ödipuskomplex, der die weibliche Entwicklung nicht zu erklären vermag. Nach Freud gibt es für das Mädchen keine zu innerer Selbständigkeit führende ödipale Konfliktlösung, weshalb das Mädchen von den Eltern abhängig bleibe und kein dem Knaben entsprechendes Über-Ich und auch kein autonomes Ich entwickele. Und diese Nichtentwicklung wird auf angeborene Eigenschaften oder als psychische Folge des anatomischen Geschlechtsunterschiedes gesehen. Kein Wunder also, daß Feministinnen die Frauenfeindlichkeit der Psychoanalyse anprangern, denn sie schreibt Eigenschaften für Frauen als unabänderlich fest, von denen längst bewiesen ist, daß sie im Sozialisationsprozeß erworben wurden.

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