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Böllinger, L. (1996). Psychoanalyse im Kontext - soziologische Erkundungen. Psyche – Z Psychoanal., 50(1):85-90.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(1):85-90

Kongreßbericht

Psychoanalyse im Kontext - soziologische Erkundungen

Lorenz Böllinger

Anlässe zur soziologischen Reflexion der Psychoanalyse als Paradigma und Institution

Weltpolitische Umbrüche und wissenschaftlich begründete Hypothesen über globale Veränderungen unserer natürlichen Umwelt sind ebenso Indizien für die beständige Veränderung unserer Lebensbedingungen wie strukturelle Veränderungen im medizinischen Versorgungssystem und gesetzliche Regelungen im Psychotherapiebereich. Diesen sozialen Kontext unseres Lebens und Arbeitens zu reflektieren und kontinuierlich mit der Lebensgeschichte unserer Patienten rückzukoppeln, beanspruchen wir Psychoanalytiker als Individuen und Institution in Anwendung einer spezifischen Kompetenz, welche uns vor anderen auszeichnet. Gesichert durch die Struktur der Theorien und Kategorien von unbewußten Phantasien und Konflikten, von Abwehr, Psychodynamik und -genese, Übertragung und Gegenübertragung behaupten wir, über die notwendigen Mittel und Methoden zu verfügen, um die im Rahmen von äußeren und entsprechend innerlich repräsentierten Beziehungen verlaufende Genese sozialer und individueller Strukturen zu rekonstruieren. Mit dem Augenmerk auf die Entwicklung von Beziehungen ist immer schon der soziale Interaktionsaspekt angesprochen, der Zusammenhang jeglicher Geschichte mit der natürlichen, sozialen, historisch-spezifischen Umwelt, eben den Kontextbedingungen.

Das psychoanalytische Paradigma - so nennt ja die moderne Wissenschaftstheorie ein in sich schlüssiges Theoriegebäude - verfügt im Grunde von Anfang an über das notwendige reflexive Potential, um nicht nur die Krankengeschichte des Patienten, sondern auch die Interaktionsgeschichte der Behandlung, das Übertragungs-Gegenübertragungsgeschehen methodisch auf Zusammenhänge hin zu untersuchen und erkenntnisleitend einzusetzen.

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