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Hock, U. (1996). Français Freudien. Bemerkungen zur ersten französischen Gesamtausgabe der »Gesammelten Werke« Freuds. Psyche – Z Psychoanal., 50(2):149-165.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(2):149-165

Buchbesprechungen

Français Freudien. Bemerkungen zur ersten französischen Gesamtausgabe der »Gesammelten Werke« Freuds

Review by:
Udo Hock

I Das Projekt

Der Sonderweg, den die Freud-Rezeption in Frankreich gegangen ist, hat unter der Formel »French Freud« Einzug in die Geschichte der Psychoanalyse gehalten. Unter diesem Namen firmiert eine Generation von Psychoanalytikern mit Lacan als Vordenker, die seit Anfang der fünfziger Jahre der Überzeugung war, daß Freud als Theoretiker des Signifikanten avant la lettre zu betrachten sei. Auf eine gemeinsame französische Textgrundlage und mithin ein ausgereiftes »Freudian French« bzw. »French Freud signifiers« konnte sich diese Sammelbewegung, die schon Mitte der sechziger Jahre Spaltungen erfuhr, aber nicht beziehen. Denn eine systematische Übersetzung der Gesammelten Werke Freuds lag zu dieser Zeit noch in weiter Ferne. Erst im Jahr 1988 erschien der erste Band der Œuvres complètes de Freud – Psychanalyse (im folgenden abgekürzt: OCF.P), der den Beginn der ersten vollständigen Übersetzung der psychoanalytischen Schriften Freuds in die französische Sprache markierte. Mit diesem Projekt wurde gleichzeitig eine neue Runde im leidenschaftlich, zum Teil auch diffamatorisch geführten Kampf um Freudsche Worte und Begriffe eingeläutet.

Die Situation der Freud-Edition in Frankreich konnte – sicher nicht nur für den deutschsprachigen, an den grosso modo chronologisch edierten Gesammelten Werken geschulten Leser – verwirrender kaum sein. Beim Gang durch Pariser Bibliotheken und Buchläden stieß er im gleichen Regal auf die braunen Bände der Presses Universitaires de France, die blauen von Payot und die weißen der Editions Gallimard; allesamt präsentierten und präsentieren die drei genannten Verlagshäuser in Konkurrenz und Ergänzung zueinander Freudübersetzungen – von der weiteren Zersplitterung des Freudschen Werkes durch Übersetzungen in Fachzeitschriften und den »éditions pirates« (Raubdrucke) ganz zu schweigen.

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