Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To report problems to PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

Help us improve PEP Web. If you find any problem, click the Report a Problem link located at the bottom right corner of the website.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Heenen-Wolff, S. (1996). Wiesse, Jörg, und Eberhard Olbrich (Hg.): Ein Ast bei Nacht kein Ast. Seelische Folgen der Menschenvernichtung für Kinder und Kindeskinder. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1994. 131 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 50(3):261-263.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(3):261-263

Wiesse, Jörg, und Eberhard Olbrich (Hg.): Ein Ast bei Nacht kein Ast. Seelische Folgen der Menschenvernichtung für Kinder und Kindeskinder. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1994. 131 Seiten.

Review by:
Susann Heenen-Wolff

Die Herausgeber des Bandes weisen bereits im Klappentext auf eine vielleicht entscheidende Lücke beim bisherigen Verständnis des Schicksals Überlebender und ihrer Kinder hin: »Für die große, unerhörte Verstörung haben wir noch keine andere Sprache gefunden als die individuelle Störung.«

Dies betrifft sowohl das Selbstverständnis der Überlebenden selbst als auch das der damit professionell Befaßten. Die Wiener Psychoanalytiker und Psychotherapeuten Elisabeth Brainin, Vera Ligeti und Samy Teicher deuten dies bereits in der Titelfrage ihres Beitrages an: »Pathologie zweier Generationen oder Pathologie der Wirklichkeit?«

Wir wissen, daß die Überlebenden von Verfolgung und Lagerhaft an ihren Erfahrungen leiden und viele unter ihnen - nicht alle - somatische und psychische Schäden davongetragen haben. Lange Zeit allerdings haben Ärzte und Psychiater sich geweigert, dieses Leid zu erkennen und ihm in Rentengutachten entsprechend Rechnung zu tragen. Somatisch eindeutig auszumachende, immer wieder beobachtete Folgeschäden etwa von Lagerhaft wurden als zuwendungsrelevant anerkannt, nicht aber die vielfältigen psychischen Spannungen, die zudem häufig erst nach einer längeren Latenzzeit nach den Vernichtungserfahrungen im Nationalsozialismus auftraten. Aber, darauf machen die Wiener Autoren aufmerksam: Ob die individuelle Verarbeitung des Traumas so uniform erfolgte wie der Tod von Millionen, ist fragwürdig.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.