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Winter, F. (1996). Kinzel, Christian: Psychoanalyse und Hypnose. München (Quintessenz) 1993. 183 Seiten, 48 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 50(3):271-273.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(3):271-273

Kinzel, Christian: Psychoanalyse und Hypnose. München (Quintessenz) 1993. 183 Seiten, 48 DM.

Review by:
Frank Winter

»1892 berichtete Freud in einem Artikel über einen »Fall von hypnotischer Heilung«. Es handelte sich um eine Frau, die durch verschiedene hysterische Symptome wie Erbrechen, nervöse Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Erregungszustände daran verhindert wurde, ihr Kind zu stillen, obgleich sie es sich sehnlich wünschte. Zwei Behandlungen mit Suggestion unter Hypnose genügten, um alle diese Symptome zu beseitigen, und das gleiche wiederholte sich ein Jahr später nach der Geburt des zweiten Kindes.«

Ernest Jones hat in seiner umfangreichen Freud-Biographie an zahlreichen Stellen die Hypnose in Freuds Schaffen vergegenwärtigt. Wer sich für dieses Thema interessierte, stand aber immer vor der mühsamen Aufgabe, sich mit Hilfe des Schlagwortregisters zu orientieren. Dem hat jetzt Christian Kinzel Abhilfe geschaffen: Seine Arbeit bietet einen detailreichen, wohlgeordneten Überblick zum Thema. Das ist um so erfreulicher, als auch innerhalb der Schriften Freuds keine stringente Darstellung existiert.

Gut ein Drittel des Buches nimmt die »Hypnose im wissenschaftlichen Diskurs der präpsychoanalytischen Ära« ein. Kinzel setzt beim Wien der Mitte des letzten Jahrhunderts ein. Einem weit verbreiteten öffentlichen Interesse an Begriffen wie »Mesmerismus«, »thierischer Magnetismus« und »Hypnotismus« steht die Zurückweisung der gelehrten Fachwelt gegenüber. Zwei Jahrzehnte später - die akademische Ablehnung hat sich etwas abgekühlt - beschäftigt sich Josef Breuer, der anfangs skeptisch war, mit Hypnose. Anna O., alias Bertha Pappenheim, entwickelte bekanntlich »unfreiwillig« während der Behandlung die »talking cure«, die er gezielt einsetzte. Mehrere Monate nachdem Breuer diese Therapie beendet hatte, Ende 1882, erfährt Freud von der Klientin. Er erkennt bald klar die sexuelle Motivierung der Übertragung von Anna O. Die praktischen therapeutischen Konsequenzen, die sich für Freud aus Breuers Beispiel ergaben, lassen sich leider nicht mit Sicherheit benennen.

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