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Waldvogel, B. (1996). Buchholz, Michael B.: Dreiecksgeschichten. Eine klinische Theorie psychoanalytischer Familientherapie. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1993.. Psyche – Z Psychoanal., 50(3):273-275.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(3):273-275

Buchholz, Michael B.: Dreiecksgeschichten. Eine klinische Theorie psychoanalytischer Familientherapie. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1993.

Review by:
Bruno Waldvogel

Der Titel Dreiecksgeschichten spricht unsere ödipale Neugier an, um diese für ein Denkprinzip zu gewinnen, das in eben jener Neugier seinen Untergrund hat. Das zentrale ödipale Rätsel, woher wir stammen und was Mutter und Vater gemeinsam damit zu tun haben, stößt das Kind dazu an, im Dreieck zu springen, d. h. verschiedene Perspektiven einzunehmen. Die ödipale Dreiecksgeschichte ist somit Anstoß und im weiteren metaphorische Folie für dreidimensionales Denken, für die Vervielfältigung der Perspektiven, die sich in der Einnahme einer exzentrischen Position vereinen. Und so vereint auch Dreiecksgeschichten viele verschiedene Perspektiven, u. a. familientherapeutische, systemtheoretische, soziologische, psychoanalytische und linguistische. Daraus ergeben sich viele komplexe Geschichten, welche in ihrer Komplexität wieder reduziert werden müssen, wenn sie in unserem begrenzten Denken einer integrativen Synthese zugeführt werden wollen. Buchholz plädiert dafür, das Modell der Dreidimensionalität auch hierfür als Grundlage zu nehmen. Für eine Reduktion komplexer Zusammenhänge auf Dreiecksstrukturen spricht, daß Triaden einerseits die kleinste Einheit der Vielheit sind. Andererseits bilden sie sowohl epigenetisch als auch epistemologisch den Kern der exzentrischen Position, der Vervielfältigung der Perspektive. Daraus ergibt sich ein ideales paradoxales Prinzip: Komplexität zu reduzieren und Dimensionali-tät zu steigern.

Doch vielleicht der Reihe nach: Buchholz beginnt sein Buch mit einer soziologischen Beschreibung des Wandels familialer Lebensformen in der Moderne. Die Auflösung vielseitiger Traditionen bedingte eine zunehmende Destandardisierung und Individualisierung der Lebenswelten. Diese Erosion hergebrachter festgefügter Sozialbezüge vergrößerte einerseits die Gefahr einer sozialen Isolierung der Individuen, andererseits die Chance ihrer Selbstbestimmung.

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