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Gravenhorst, L. (1996). Roberts, Ulla: Starke Mütter — ferne Väter. Töchter reflektieren ihre Kindheit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Frankfurt a. M. (Fischer TB) 1994.. Psyche – Z Psychoanal., 50(5):476-483.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(5):476-483

Roberts, Ulla: Starke Mütter — ferne Väter. Töchter reflektieren ihre Kindheit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Frankfurt a. M. (Fischer TB) 1994.

Review by:
Lerke Gravenhorst

Das öffentliche Erinnern an das Geschehen im Nationalsozialismus hat im Jahr der fünfzigsten Wiederkehr des Endes des NS-Regimes viele Schilderungen hervorgerufen, die auf den ersten Blick denen gleichen, die in Ulla Roberts Buch enthalten sind. Eine Fülle von Erlebtem mit dem Fokusdatum des 8. Mai 1945 wurde erzählt, auch von Mitgliedern der Generation, die zwischen 1933 und 1943 geboren wurde und von der Roberts berichtet. Dennoch leistet Roberts mit ihrem Buch etwas, was bisher kaum eine Veröffentlichung in diesem Kontext geleistet hat. Sie versammelt biographische Erinnerungen und Auseinandersetzungen zu NS- und Nach-NS-Zeit, zu Kriegs- und Nachkriegszeit von Frauen einer besonderen Töchtergeneration. Es sind die, die in der Zeit des NS-Regimes Kinder waren. Die Autorin versucht herauszukristallisieren, ob jene erzählten Erfahrungen und die erzählten Folgen jener Erfahrungen typisch sind für weibliche Kinder bzw. Erwachsene. Damit erweitert sie die Perspektive, ja wechselt sie sogar, gemessen an den bisherigen Bemühungen zu verstehen, wie sich Deutsche ihrer NS-Vergangenheit stellen. Ihr Buch verstärkt die Chancen zu sehen, daß das historisch geformte Bewußtsein von Frauen bei dem NS-Gesche-hen selbst ebenso wie bei den Reaktionen darauf ein eigenes Gewicht hat und nicht einfach eine Verdoppelung des männlichen Bewußtseins ist.

Als stärkster Impuls, das Mädchensein im Nationalsozialismus und in der Zeit danach als — so die Autorin — »politische Familiengeschichte« zu erforschen, wirkt bei Roberts wohl dieser Wunsch: Eine bestimmte Frauengeneration möge sich über sich selbst vergewissern und den Erfahrungen der besonderen Herausforderungen und Zumutungen ihrer Kindheit eine öffentliche Sprache geben.

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