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Busse, G. (1996). Schreber, Daniel Paul: Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken. Berlin (Kadmos Verlag) 1995. 274 Seiten, 38 DM (brosch.) und 68 DM (geb.).. Psyche – Z Psychoanal., 50(7):671-673.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(7):671-673

Buchbesprechungen

Schreber, Daniel Paul: Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken. Berlin (Kadmos Verlag) 1995. 274 Seiten, 38 DM (brosch.) und 68 DM (geb.).

Review by:
Gerd Busse

Gibt es einen »Klassiker« der Psychiatriegeschichte, so sind es die Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken aus dem Jahre 1903. Kein Buch hat in der Diskussion um die Ursachen paranoider Wahnbildung soviel Aufmerksamkeit gefunden wie die Autobiographie des sächsischen Richters Daniel Paul Schreber (1842-1911), die im wesentlichen aus dem detaillierten Bericht eines paranoiden Wahnsystems besteht - komplett mit einer mörderischen Intrige zwischen dem Psychiater Schrebers und »Gott«, »Nervenstrahlen« sowie »flüchtig hingemachten Männern«, die den Verfasser mittels allerlei »Wundern« gefügig zu machen suchen.

Freud war begeistert von diesem Buch, bestätigte es doch einige seiner Hypothesen über die Ursachen der Paranoia. In einem Essay aus dem Jahre 1911 benutzte er es deshalb zur Illustration seiner Theorie. Insbesondere dieser Studie ist es zu verdanken, daß Paul Schreber heute als der meistzitierte Patient in der psychiatrischen Literatur gilt. Aber nicht nur dort ist sein Name bekannt: Es gibt kaum noch eine geisteswissenschaftliche Disziplin - ob es sich um Pädagogik, Literaturwissenschaft, Theologie oder Philosophie handelt -, die sich nicht mit den Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken befaßt hätte.

Auch außerhalb des deutschsprachigen Raums machte das Buch Furore, das in der Originalausgabe von 1903 längst zu einer bibliophilen Rarität geworden ist.

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