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Stroczan, K. (1996). Michel de M'Uzan: La bouche de l'Inconscient. Paris (Gallimard) 1994. 201 Seiten, 130 FF.. Psyche – Z Psychoanal., 50(8):777-781.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(8):777-781

Buchbesprechung

Michel de M'Uzan: La bouche de l'Inconscient. Paris (Gallimard) 1994. 201 Seiten, 130 FF.

Review by:
Katherine Stroczan

In einer frühen Arbeit über das Schreiben (»Apercus sur le processus de la creation littéraire« (1964). In: De l'art a la mort, Paris [Gallimard] 1977) befaßt sich de M'Uzan mit inneren Monstern, Geistern und Dämonen, die dem Schriftsteller seine kreative Potenz zu entreißen versuchen. Diesen zum Trotz zeigt die kürzlich erschienene Auswahl von Aufsätzen aus den letzten 15 Jahren eine singuläre schöpferische Kraft und Originalität, ein Denken im Spannungsfeld zwischen Theorie und klinischer Praxis, das stets jenseits glatter Behaglichkeit seine Wege sucht; ein Denken, das jede Gemütlichkeit eines scheinbaren »Wissens« erschüttert und sich aus dem NichtWissen, aus der Irritation und Neugier eines unermüdlichen Forschers speist. Auf diese Weise gelingt es de M'Uzan auch, den Verlockungen einer psychoanalytischen Rhetorik, die so oft die klinische Evidenz ersetzt, zu widerstehen.

In der Vielfältigkeit der Themen, die seine Aufmerksamkeit fesseln, wird die Begegnung zweier Menschen im psychoanalytischen Diskurs zum Kristallisationspunkt der Betrachtungen: deren Potential, Grenzen, Voraussetzungen, Störungen und Risiken. Das psychoanalytische Abenteuer ist für de M'Uzan ein Geschehen am Rande des Abgrunds, dessen Gefahren beide Kontrahenten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, durchgehend ausgesetzt sind. Die Gefahr für den Analytiker wächst in dem Maße, in dem er sich von und mit dem Patienten in die archaischen Schichten mitreißen läßt: eine Einladung, der der Analytiker keineswegs unausgerüstet begegnet.

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