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Dirschauer, J. (1996). Bude, Heinz: Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938-1948. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1995. 392 Seiten, 48 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 50(9-10):964-967.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(9-10):964-967

Bude, Heinz: Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938-1948. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1995. 392 Seiten, 48 DM.

Review by:
Johannes Dirschauer

Endlich ein stichhaltiges Buch über die Generation von 1968. Endlich ein Wissenschaftler, der diese Generation, die sich vor allem selbst mythisiert, in den Blick nimmt. Der Soziologe Heinz Bude, der sich mit seinen Forschungen über die Flakhelfergeneration einen Namen gemacht hat, erforscht die Generation, die in Richard von Weizsäk-kers Worten »allen Verwundungen zum Trotz zu einer Vertiefung des demokratischen Engagements in der Gesellschaft beigetragen hat«.

Nun werden sie alt. Schon der Titel ist nicht ohne den wohltuend aggressiven Unterton, der notwendig ist, damit der Gegensatz der neuen Generation zur alten deutlich wird — eine unabdingbare Voraussetzung für den inneren Fortschritt der Kultur. Mit dem Verweis aufs Altenteil wird der Generation, die wie keine zweite in diesem Jahrhundert einen gleichsam imperialen Alleinanspruch auf Jugendlichkeit stellt, der Spiegel vorgehalten. Und mit diesem klugen, theoretisch gut durchgearbeiteten und schließlich beneidenswert klar geschriebenen Buch wird mit einem weiteren Anspruch aufgeräumt, nämlich das Monopol auf Intellektua-lität zu haben: daß nach ihr eigentlich nichts mehr kommen werde, jedenfalls nichts Nennenswertes. Der 1954 »nachgeborene« Bude nimmt nicht nur, sondern gibt den Achtundsechzi-gern auch etwas, indem er sich ihnen, ihrer Geschichte und ihren Geschichten regelrecht aussetzt. Gäbe es einen solchen Maßstab in der Beurteilung von Büchern, so müßte man von einem gerechten Buch sprechen.

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