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PEP-Web Tip of the Day

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Lohmann, H. (1996). Nitzschke, Bernd: Wir und der Tod. Essays über Sigmund Freuds Leben und Werk. Göttingen/Zürich (Van-denhoeck & Ruprecht) 1996. 214 Seiten, 39 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 50(12):1178-1179.

(1996). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 50(12):1178-1179

Nitzschke, Bernd: Wir und der Tod. Essays über Sigmund Freuds Leben und Werk. Göttingen/Zürich (Van-denhoeck & Ruprecht) 1996. 214 Seiten, 39 DM.

Review by:
Hans-Martin Lohmann

Die in diesem Band versammelten kleineren und größeren Arbeiten Nitzschkes sind zwischen 1986 und 1994 entstanden und an verschiedenen Orten, u. a. auch in der Psyche, publiziert worden. Sie bilden so etwas wie einen fortlaufenden - und nicht selten polemischen - Kommentar einerseits zu Freud-Publikationen (etwa zu dem wiedergefundenen Vortragstext »Wir und der Tod« von 1915, der lange als verschollen galt und erst 1991 in dieser Zeitschrift dokumentiert wurde), andererseits zu der ausufernden Sekundärliteratur über Freuds Leben und Werk aus den letzten zehn Jahren. Gemeinsam ist diesen durchweg temperamentvoll formulierten Essays die erkennbare Lust des Autors, FreudMythen und -Legenden zu destruieren und den »großen Mann« nicht nur gegen seine Feinde, sondern auch seine Freunde zu verteidigen, wobei sich solche »Freunde« nicht selten als die falschen erweisen. Hier bekommt so mancher sein Fett ab: von K.R. Eissler, dem unerbittlichen Künder des »Genies« und Hüter der »reinen Lehre«, über Harald Leupold-Löwenthal, den Vorsitzenden der Wiener Sigmund Freud-Gesellschaft, bis hin zu den Freud-Editoren des S. Fischer Verlags. Man muß Nitzschke zugute halten, daß sein glänzend trainierter »böser Blick« für all die Kleinlichkeiten, Ungereimtheiten und Widersprüche im Umgang mit Freuds Werk, für die engstirnige Zensurpolitik der Freud-Erben und -Nachlaßverwalter, für die bis heute wirksamen politischen Ausgrenzungsmanöver gegenüber »linken« Freudianern (Wilhelm Reich!) den Sinn dafür schärft, daß die intellektuelle und affektive Herausforderung, die das Freudsche Werk als ganzes bis heute darstellt, auch in psychoanalytischen Kreisen auf manche Ambivalenz und Abwehr stößt.

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