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Heuft, G. (1997). Radebold, Hartmut, und Ruth Schweizer: Der mühselige Aufbruch. Über Psychoanalyse im Alter. Frankfurt a. M. (Fischer TB) 1996. 255 Seiten, 19,90 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 51(2):189-191.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(2):189-191

Radebold, Hartmut, und Ruth Schweizer: Der mühselige Aufbruch. Über Psychoanalyse im Alter. Frankfurt a. M. (Fischer TB) 1996. 255 Seiten, 19,90 DM.

Review by:
Gereon Heuft

Das Buch ist eine einzigartige »Duo-Graphie«: Da entschließt sich eine 65jährige schwer neurotisch-depressi-ve, selbstmordgefährdete Patientin -Frau Schweizer -, sich in eine psychoanalytische Behandlung zu begeben, und schreibt ihre Eindrücke und Gefühle fortlaufend — ihrer Gewohnheit entsprechend — in ein Tagebuch. Und sie hat das Glück, in Radebold auf einen Psychoanalytiker zu treffen, der mit seinem Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität/GHS Kassel im Sinne eines Forschungsschwerpunktes die Möglichkeiten psychoanalytischer Behandlungsprozesse bei älteren Patienten aufzuzeigen sucht. Daher dokumentierte er die Diagnostik ebenso sorgfältig wie die einzelnen Behandlungsstunden mit den Träumen und Einfällen der Patientin zusammen mit seinen eigenen Gefühlen, Assoziationen und Deutungen. Und beide entschlossen sich nach Abschluß des vier Jahre währenden hochfrequenten psychoanalytischen Prozesses, ihre jeweiligen Aufzeichnungen in einem Buch nebeneinander zugänglich zu machen, in dem der Leser Behandlungsabschnitt für Behandlungsabschnitt zunächst die Stundenprotokolle des Psychoanalytikers, dann die Tagebuchaufzeichnungen der Patientin nachvollziehen kann.

Dabei geben beide Teilnehmer des psychoanalytischen Prozesses viel von sich preis. Der Name »Frau Schweizer« ist naturgemäß ein Pseudonym, um die Identität der Patientin zu schützen. Wir erfahren ihre inneren Nöte mit einem patriarchalischen Vater (geb. 1879), Prediger einer freikirchlichen Sekte, und der neun Jahre jüngeren Mutter, die wiederum von ihren Eltern zur Ehe gedrängt wurde. Aus der Sicht des Vaters bestand die Aufgabe der Mutter einzig und allein darin, viele Kinder zu gebären und aufzuziehen.

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