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Schröter, M. (1997). Max Eitingon ein Geheimagent Stalins? Erneuter Protest gegen eine zählebige Legende. Psyche – Z Psychoanal., 51(5):457-470.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(5):457-470

Max Eitingon ein Geheimagent Stalins? Erneuter Protest gegen eine zählebige Legende

Michael Schröter

Der Streit um Eitingons angebliche Agententätigkeit, der 1988 in den USA durch einen Zeitungsartikel von Schwartz entfesselt wurde und dessen Echo auch zu uns herüberdrang, wurde durch den vorstehend auf deutsch veröffentlichten Essay, wie ich finde, in der Sache erledigt. Wenn es nach den Idealnormen der historiographischen Zunft ginge, hätte Drapers sorgfältig recherchierte Arbeit den Namen Max Eitingons von der Anschwärzung, die ihm widerfahren ist, reinigen müssen. Aber weit gefehlt! In der Geschichte der Psychoanalyse in Rußland von Alexander Etkind (1993; dt. 1996) wird die alte Sensation wieder aufgewärmt. Etkind schreibt vorzüglich, mit großem Schwung und zupak-kender Kraft, er erzählt viele Dinge, die auch dem psychoanalyse-historischen Spezialisten neu sind, sein Buch hat die starke Resonanz gefunden, die es verdient. Eben deshalb darf seine Schilderung von Eitingon nicht unwidersprochen bleiben. Ein namhafter Rezensent faßt zusammen (Widmann, 1996):

»Der 1881 geborene Weißrusse [Max Eitingon] … ein millionenschwerer Pelzhändler mit besten Verbindungen zu den Führern der Bolschewiki … soll verwickelt gewesen sein in die Ermordung Trotzkijs. Ein wahnsinniger Alptraum, bei dem die Grenze zwischen Realität und Projektion kaum noch zu ziehen ist.«

Dieses »niemand weiß nichts Genaues« ist arg bequem; es spielt geradezu der Spekulation in die Hand.

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