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Quindeau, I. (1997). Möhring, Peter, und Roland Apsel (Hg.): Interkulturelle psychoanalytische Therapie. Frankfurt (Brandes & Apsel) 1995. 255 Seiten, 39,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 51(5):474-477.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(5):474-477

Möhring, Peter, und Roland Apsel (Hg.): Interkulturelle psychoanalytische Therapie. Frankfurt (Brandes & Apsel) 1995. 255 Seiten, 39,80 DM.

Review by:
Ilka Quindeau

Die Problematik der psychosozialen Folgen der Migration stellt nicht nur eine Herausforderung für politisches und therapeutisches Handeln dar, es ergeben sich auch zentrale Anfragen an die Psychoanalyse als Praxis und Theorie, die jedoch in Deutschland -im Unterschied zu anderen Ländern wie etwa der Schweiz und den USA -bislang kaum zur Kenntnis genommen werden. Der vorliegende Sammelband greift dieses Defizit im psychoanalytischen Diskurs in Deutschland auf. Er bietet eine Fülle von Anregungen für die therapeutische Praxis ebenso wie zur theoretischen Auseinandersetzung mit Fragen, die durch das Spannungsfeld des Eigenen, Anderen und Fremden sowie durch die verschränkten Dimensionen von Intra-, Inter- und Transkulturalität in diesem Praxisbereich aufgeworfen werden. Zentral in dieser Debatte scheint mir die grundlegende Frage nach der Verwurzelungder Psychoanalyse im Kontext der Moderne und dem ihr immanenten Universalismusanspruch zu sein. Feministische Kritik dechiffrierte diesen Anspruch als partikular-patriarchalen, der die Machtverteilung im Geschlechterverhältnis verschleiert; sie bezieht sich dabei jedoch zumeist auf den Bereich psychoanalytischen Wissens, ohne die Methode selbst, mit der dies gewonnen wird, zu hinterfragen, und vermag es so nicht, den Kontext der Moderne zu transzendieren. Eine interkulturelle Perspektive ermöglicht es hingegen, diesen Kontext selbst infrage zu stellen, und im Hinblick auf die Psychoanalyse hieße das, die konstitutiven Voraussetzungen ihrer Methode wie etwa das Konzept von Individualität und Intersubjektivität herauszuarbeiten und nach der Möglichkeit ihrer Übertragbarkeit in andere kulturelle Kontexte zu befragen.

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