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Noerr, A.E. (1997). Goldhagen, Daniel Jonah: Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust. Berlin (Siedler Verlag) 1996. 728 Seiten, 59,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 51(6):629-634.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(6):629-634

Buchbesprechung

Goldhagen, Daniel Jonah: Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust. Berlin (Siedler Verlag) 1996. 728 Seiten, 59,80 DM.

Review by:
Annelinde Eggert-Schmid Noerr

»Keine Deutschen, kein Holocaust« (S. 19), ist die zentrale, provozierende These von Daniel Jonah Goldhagen. Demnach wäre der Mehrzahl der Deutschen vor und während der Herrschaft des Nationalsozialismus ein Merkmal zuzuschreiben, das sie von Angehörigen anderer Nationen signifikant unterschied und das einen notwendigen Erklärungsgrund für die mit Hilfe zahlloser »williger Vollstrecker« - Goldhagens Schätzung zufolge hunderttausender — durchgeführten Vernichtung von Juden darstellt.

Aus dieser Herangehensweise resultiert zunächst ein bestimmter narrativer Stil im Buch Goldhagens. »Die erste Aufgabe … besteht darin, ihnen [den Tätern] ihre Identität zurückzugeben, schon in der Grammatik. Man muß im Aktiv und nicht im Passiv berichten, um sicherzugehen, daß nicht die Täter bei der Schilderung ihrer Taten — fünfhundert Juden sind in der Stadt X am Tage Y getötet worden« -ausgeblendet werden. Dabei müssen wir bequeme, aber oft unangemessene und vernebelnde Etikettierungen wie »Nazis« oder »SS-Männer« vermeiden und sie als das bezeichnen, was sie waren, nämlich Deutsche. Der angemessenste, ja der einzig angemessene Begriff für diejenigen Deutschen, die den Holocaust vollstreckten, lautet »Deutsche«« (S. 19). »Als zweites gilt es, den Hintergrund der Täter zu beleuchten, zu vermitteln, wie ihr Leben während des Genozids aussah, ihre Lebenswelt anschaulich zu machen.

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