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Göke, J. (1997). Pohlen, Manfred, und Margarete Bautz-Holzherr: Psychoanalyse -Das Ende einer Deutungsmacht. Reinbek (Rowohlt) 1995. 287 Seiten, 22,90 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 51(7):710-717.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(7):710-717

Pohlen, Manfred, und Margarete Bautz-Holzherr: Psychoanalyse -Das Ende einer Deutungsmacht. Reinbek (Rowohlt) 1995. 287 Seiten, 22,90 DM.

Review by:
John Göke

Von Adorno wissen wir, daß es um den Zustand des Subjekts in der Moderne nicht allzugut bestellt ist; das eine oder andere an Beschädigungen hat mitunter vor der eigenen Person und Haustür nicht Halt gemacht. Psychoanalyse als Wissenschaft und Therapie hatte von je her mit eben diesen Beschädigungen der Subjektivität zu tun, wie sie gesellschaftlich zwangsläufig entstehen. Ihr Anspruch war es, »Aufklärung« in diese Verstrickungen des menschlichen Seelenlebens mit dem Gesellschaftlichen zu bringen. Aber im Sinne der Dialektik der Aufklärung enthielt Adornos Einschätzung des beschädigten Lebens auch eine Warnung: Eine psychoanalytische Aufklärung sollte sich demnach nicht mit der »Ohnmacht des Individuums« in der ersten Person Singular begnügen. Wichtiger und vor allem aber: Auch psychoanalytische Aufklärung stand und steht in Gefahr, in Mythologie umzuschlagen. Ihre Therapeutik — so Adornos skeptische Einschätzungsteckte von Beginn an in einem Dilemma. Sie kann und konnte selbst nicht mehr klären, »wozu sie den Patienten bringen will, zum Glück der Freiheit oder zum Glück in der Unfreiheit« (Adorno, 1955, S.34).

Wenn man diese Warnung noch einmal liest, muß man sich fragen, warum auf Dauer so wenig Selbstkritik im aufklärungskritischen Diskurs der Psychoanalyse sichtbar geworden und warum die Dialektik der Aufklärung ein merkwürdig übergangenes Buch geblieben ist.

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