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Leuschner, W. (1997). Über Neuromythologie. Psyche – Z Psychoanal., 51(11):1104-1113.

(1997). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 51(11):1104-1113

Kritische Glosse

Über Neuromythologie

Wolfgang Leuschner

Bei der Enträtselung der Hirnleistungen machen die Neurobiologen zur Zeit ungeheuere Fortschritte. Am lebenden Gehirn sind heute feinste chemische und physiologische Besonderheiten, Durchblutungsveränderungen und Stoffwechselprozesse beobachtbar geworden. Durch die Einführung der Mikroelektrode zur Ableitung der Potentiale einzelner Nervenzellen, durch die Entdeckung neuer Botenstoffe, dann mit der Anwendung verschiedener Großmaschinen, computerisierter EEGs und verschiedenartiger Scanner (mit den Bezeichnungen PET, SPECT und des »fast«-MRI) und Rechner gelingen fast täglich neue Einsichten in die Struktur und die Arbeitsweise dieses Organs. Diese Erkenntnisse lassen sich wiederum mit psychologischen Vorgängen korrelieren. Die auf Monitoren verbildlichten physiologischen und chemischen Vorgänge geben zu erkennen, wie sie sich z.B. unter variierten psychologischen Vorgaben und bei seelischen Problemen verändern. Tief beeindruckt blicken wir Analytiker auch auf den Elan, mit dem diese Eroberungen gemacht werden.

Am Beispiel der neueren Traumforschung läßt sich aber auch zeigen, daß viele Neurophysiologen, Arm in Arm mit den Gentechnikern, ihre naturwissenschaftlichen Methoden und Erkenntnisse maßlos überschätzen. Seitdem sie das Lichtmikroskop und die Färbeverfahren verbannt haben, halten sie sich oft für die besseren Philosophen und glauben das Weltganze erklären zu können.

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