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Teising, M. (2002). Heuft, Gereon, Andreas Kruse und Hartmut Radebold: Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie. München/Basel (Ernst Reinhardt/UTB) 2000. 371 Seiten, € 34.. Psyche – Z Psychoanal., 56(9-10):1087-1089.

(2002). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 56(9-10):1087-1089

Heuft, Gereon, Andreas Kruse und Hartmut Radebold: Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie. München/Basel (Ernst Reinhardt/UTB) 2000. 371 Seiten, € 34.

Review by:
Martin Teising

Psychogene Störungen sind im höheren Lebensalter nicht seltener als im jüngeren Erwachsenenalter, die psychotherapeutische Versorgung alter Menschen ist aber nach wie vor mangelhaft, was zum großen Teil an Widerständen und Vorurteilen der meist jüngeren Psychotherapeuten liegt. Das vorliegende Lehrbuch vermittelt in übersichtlicher Weise die notwendigen Kenntnisse der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie, um angemessene Psychotherapieindikationen stellen, alterspezifische Besonderheiten berücksichtigen und gegebenenfalls auch Modifikationen des therapeutischen Settings vornehmen zu können.

Die Autoren vermitteln ein « Verständnis der lebenslangen Entwicklungsaufgaben und deren Besonderheiten im höheren Lebensalter sowohl unter der intrapsychischen Perspektive als auch unter Berücksichtigung der sich verändernden sozialen Rahmenbedingungen» (S. 15). Vor dem Hintergrund gerontologischer Basiskenntnisse wird anschaulich, wie intensiv sich die psychische Realität und die äußere Realität älterer Menschen gegenseitig durchdringen und wie Altersprozesse neue psychosoziale Entwicklungsaufgaben im Lebenszyklus stellen.

Der »Körper als Organisator der Psyche« in dieser Lebensphase kann alterstypische Ängste mobilisieren, wie z. B. die Angst vor unbeeinflußbaren und unumkehrbaren Veränderungen, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit mit sich bringen. Die Bewältigung dieser Ängste gelingt zunächst mit den gewohnten Abwehrmechanismen. Reichen diese nicht aus, ist eine adaptive Regression im Dienste des Ichs zu beobachten. Sie besteht zum Beispiel in einem Rückgriff auf weniger reife Abwehrmechanismen, in primärprozeßhaft erscheinenden Partialtriebbefriedigungen, einer verstärkten Über-Ich-Abwehr oder in einer narzißtischen Regression mit stärkerer Besetzung von Körperfunktionen und einem engen Bezug auf konstante reale Objektbeziehungen und das vertraute (Wohn-) Umfeld. Der Anschein äußrer Unveränderbarkeit soll oft innere Stabilität erhalten helfen.

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