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Dornes, M. (2003). Gewalt - Identität - Familie. Psyche – Z Psychoanal., 57(11):1108-1116.

(2003). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 57(11):1108-1116

Buch-Essay

Gewalt - Identität - Familie

Martin Dornes

Schon seit geraumer Zeit zieht das Phänomen der Jugendgewalt öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. In gleichem Maße wie die Sexualität ihr Erregungspotential und die Fähigkeit, ein öffentliches Ärgernis zu werden, verloren hat, hat die Aggression sie gewonnen. Sie ist zum Sprengsatz moderner Gesellschaften geworden, die an der scheinbar unbefriedbaren Gewalt jugendlicher Intensivtäter leiden. Gewalt erregt - das Individuum und die Gesellschaft.

Mit der preisgekrönten soziologischen Dissertation von Ferdinand Sutterlüty wird ein neues Kapitel in der Erforschung von Jugendgewalt aufgeschlagen. Der Autor hat Interviews mit 18 Berliner Jugendlichen durchgeführt, die zum großen Teil aus dem Kreis der Intensiv- und Mehrfachtäter stammen. Dabei verabschiedet er sich schon bei der Auswahl seiner Interviewpartner von einem Topos, der die Gewaltforschung lange beherrscht hat, daß nämlich Gewalt ein Phänomen sei, das rechtsradikale Jugendliche gegen ausländische Minderheiten anwenden. In diesem Buch liest man ebenso von türkischen Jugendlichen, die Rechtsradikale oder gänzlich Unbeteiligte mißhandeln und auch von gewalttätigen Mädchen, die mit brutaler Grausamkeit ihre Opfer malträtieren. Im Zentrum des Buches steht die Erfahrung, die Jugendliche bei der Ausübung von Gewalt machen. Obwohl das Buch die Perspektive der Jugendlichen auf ihre Taten rekonstruiert, bleiben die Opfer und die ihnen zugefügten Leiden, wiewohl sie in diesem Buch nicht selbst zu Wort kommen, dennoch immer präsent.

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