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Hammeran, I. (2004). Voigtel, Roland: Rausch und Unglück — Die psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen von Sucht. Freiburg i. Br. (Lambertus-Verlag) 2001. 298 Seiten, € 20,50.. Psyche – Z Psychoanal., 58(3):288-290.
  

(2004). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 58(3):288-290

Voigtel, Roland: Rausch und Unglück — Die psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen von Sucht. Freiburg i. Br. (Lambertus-Verlag) 2001. 298 Seiten, € 20,50.

Review by:
Ingeborg Hammeran

Rausch und Unglück — der Titel des Buches von Roland Voigtel enthält bereits eine wesentliche Aussage: daß nämlich der Süchtige nicht ein übermäßig Genießender ist, einer, der das bekömmliche und/oder sozial übliche Maß überschreitet, indem er zuviel des Guten konsumiert oder betreibt, sondern daß er in erster Linie ein Leidender ist, einer, der mit Hilfe des Suchtmittels eine unerträgliche (innere) Situation zu bewältigen sucht. Diese Auffassung ist natürlich nicht neu. Zwar sah Freud im Phänomen der Sucht zunächst noch eine ungezügelte, nicht abgewehrte triebhafte Handlung, doch setzte sich bereits bei seinen Nachfolgern (beginnend mit Rádo) die Auffassung durch, daß das unbewußte Ziel süchtigen Verhaltens eher der Unlustvermeidung denn einer übermäßigen Triebbefriedigung dient.

Aber der Blick auf den Süchtigen als einen Leidenden ist auch nicht selbstverständlich, wie man vielleicht meinen könnte. In seiner umfassenden kritischen Bestandsaufnahme der wesentlichen wissenschaftlich aktuellen Erklärungsversuche des Phänomens Sucht (psychiatrische, soziologische, lerntheoretische, neurobiologische, kulturgeschichtliche etc.) stellt Voigtel fest, daß sich heute überwiegend ein weiter, unspezifischer, an den Grenzen unscharfer und eher quantitativ deskriptiver als theoretisch stringenter Suchtbegriff durchgesetzt hat.

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