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Maciejewski, F. (2004). Freud, Beschneidung und Monotheismus — eine Entgegnung auf Wolfgang Hegeners Buch-Essay. Psyche – Z Psychoanal., 58(5):458-463.
    

(2004). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 58(5):458-463

Kontroverse

Freud, Beschneidung und Monotheismus — eine Entgegnung auf Wolfgang Hegeners Buch-Essay

Franz Maciejewski

1. Der Ort der Debatte

Die Debatte um Freuds letztes Buch Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939) und die darin angeschnittenen Themen Monotheismus, Judaismus und Psychoanalyse hat Anfang der 90er Jahre mit den Arbeiten von Y.H. Yerushalmi (1991) und I. Grubrich-Simitis (1991) eine ungeahnte Renaissance erlebt. Beide Autoren haben den Freudschen Text in engste Beziehung zur Freuds persönlicher und sozialer Identität gesetzt. Während Grubrich-Simitis das Moses-Buch von der Aktualisierung einer frühen traumatischen Verwundung »förmlich geschüttelt erscheint«, sieht Yerushalmi nicht nur Freud als Person, sondern die Psychoanalyse insgesamt in die Tradition von Judaismus und Judentum gestellt. Mit dem Schlüsselwort der Tradition hat Yerushalmi zugleich den »Psycholamarckismus« der Freudschen Argumentation zurückgewiesen, das Postulat also einer (biologischen) Vererbbarkeit phylogenetischer Erinnerungen und dem eigentümlichen Spiegelverhältnis von ontogenetischem und phyloge-netischem Gedächtnis. An dieser Stelle haben zwei Philosophen, J. Derrida (1995) und R.J. Bernstein (1998), in die Debatte eingegriffen. Mit der Einführung des Begriffs »Archiv« resp. einem erweiterten Begriff von Tradition haben sich beide darum bemüht, die Zwangsalternative zwischen biologischer Vererbung auf der einen, kultureller Überlieferung auf der anderen Seite aufzubrechen.

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